"Die Blütezeit der Elefanten lag in der ersten Hälfte des Zeitalters der Säugetiere. Doch mit dem Erscheinen des Menschen nahm ihre Zahl ab, bis sie fast ausstarben. Nur zwei Gattungen waren am Ende noch Zeitgenossen des Menschen, und beide starben kurz vor dessen Untergang aus, ohne Nachfahren zu hinterlassen."

So beginnt der britische Geologe und Paläontologe Dougal Dixon das Kapitel über die "Giganten der Steppen" in seinem phantastischen Buch "Die Welt nach uns". Dixons spielerisches Szenario einer Erde ohne Menschen, in die ferne Zukunft – 50 Millionen Jahre nach uns – verlegt, ist im Stil eines Naturforschers des 19. Jahrhunderts geschrieben und illustriert. Doch hinter der liebevoll ausgemalten Evolution in die ferne Zukunft steht eine ernste Botschaft: Wir sind nur Gäste auf Zeit auf diesem Planeten.

Einige von Dixons Kreaturen der grauen Zukunft stellt die ZEIT heute und in den nächsten Wochen vor. Die "Giganten der Steppe" (links) erscheinen zugleich vertraut und bizarr. Dixon: "Die leergewordene ökologische Nische" der ausgestorbenen Elefanten und Nashörner "wurde schließlich von den Gigantelopen ausgefüllt" – Nachfahren der Antilopen, die "längst die schnelle Gangart" aufgegeben haben und nun auf "breithufigen Pfoten" schwerfällig dahintrotten. Ihre Begleiter sind die dem Nashorn "fast ebenbürtigen Vertreter" der Spezies Quadrozeros. Die "beängstigenden Hörner" dienen den Dixonschen Fabelwesen "zur Verteidigung", aber auch-bei der Paarung-"zur Schau", GH

© Dougal Dixon: "Die Welt nach uns". C. Bertelsmann Verlag,München, 39,80 DM. (Zeichnung: John Butler) GH