Sie war der Stolz der Briten und Franzosen: die Concorde, das erste Überschallflugzeug im Passagierdienst. Sie überquert den Nordatlantik in dreieinhalb Stunden, in der Hälfte der Zeit, die normale Ziviljets für diese Strecke benötigen. Frankreichs ehemaliger Präsident Giscard d’Estaing nutzte sie bei seinen Staatsbesuchen zur Mehrung der Gloire de France.

Als erstes Großflugzeug durchbrach die Concorde die Schallmauer, die einst vielen Technikern als Grenze der Fluggeschwindigkeit gegolten hatte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von fast 2200 Stundenkilometern kann sie es mit fast jedem Jagdflugzeug der Militärs aufnehmen. Die Concorde ist ein Beweis dessen, was in der Technik heute machbar ist.

Aber soll alles Machbare auch gemacht werden? Der Überschallknall beispielsweise ist eine Belästigung der Umwelt, und deshalb darf die Concorde auch nur über Wasser mit Überschallgeschwindigkeit fliegen. Und für die Kaufleute wurde der Stolz der Techniker bald zum Alptraum, denn mit steigenden Ölpreisen wuchsen die Verluste, die das Flugzeug einflog.

Nun werden in Paris drei der Superflugzeuge nutzlos herumstehen, nachdem die Air France die Strecken nach Washington und Mexico einstellt, und in London haben die Briten damit begonnen, eine Concorde zu "kanibalisieren", sie zur Ersatzteilbeschaffung für die fliegenden Maschinen auszuschlachten. Die Tage der Concorde sind gezählt. hm