Ein "blau-weißer" Fonds

Die DWS Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen GmbH startet Anfang November mit einem Fonds, den sie "DWS Bayern-Spezial" nennt. Voranmeldungen für 27 Millionen Mark liegen bereits vor. Der Fonds darf nur Wertpapiere erwerben, deren Aussteller ihren juristischen Sitz in Bayern haben oder deren Mitarbeiter überwiegend in bayerischen Betriebsstätten tätig sind. Festverzinsliche Papiere müssen von bayerischen Emittenten ausgegeben werden. Sie dürfen aber nicht mehr als 30 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Bei der DWS glaubt man, die vom Gesetz vorgeschriebene Streuung des Vermögens gewährleisten zu können. Es wird darauf verwiesen, daß es 86 bayerische Unternehmen gibt, die ihre Aktien an der Börse notieren lassen. Darunter so prominente Unternehmen wie Siemens, BMW und Allianz. Übrigens: Die Fonds-Anteile dürfen auch an Nichtbayern verkauft werden.

Zinsen zurückgenommen

In Anpassung an die Kapitalmarktverhältnisse haben die Berliner Industriebank AG und Industriebank AG – Deutsche Industriebank die Zinsen für ihre Darlehen nach § 16 Berlinförderungsgesetz gesenkt. Für Darlehen mit achtjähriger Laufzeit gibt es nur noch sechs Prozent, bei zehnjähriger Laufzeit 6,25 Prozent und bei zwölfjähriger Laufzeit ebenfalls 6,25 Prozent, aber bei einer Einzahlung von 99 Prozent. Da 20 Prozent des Darlehensbetrages von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden können, belaufen sich die Renditen je nach Steuersatz (30 und 60 Prozent) auf nunmehr zwischen 9,4 und 11,80 Prozent.

Der Bund zahlt weniger

Der Bund hat die Zinsausstattung für seine Bundesschatzbriefe weiter verschlechtert. Für die neuen Bundesschatzbriefe 1982/11 (Typ A) und 1982/12 (Typ B) stellt sich die Rendite nunmehr auf 7,51 (8,07) Prozent bzw. 7,82 (8,28) Prozent. Die neuen Bundesobligationen bringen bei einem Nominalzinssatz von nur noch 7,75 Prozent und einem Ausgabekurs von 99,40 Prozent eine Rendite von 7,90 Prozent. Einjährige Finanzierungsschätze rentieren sich mit 6,30 und zweijährige mit 7,33 Prozent.