Die Bewohner von Braubach am Mittelrhein wurden Ende 1980 eindringlich vor dem Verzehr ihrer Gartenprodukte gewarnt. Anlaß zur Sorge waren die Schwermetall-Emissionen der Bleihütte am Ort. Eine Untersuchung belegte jetzt die Befürchtungen: Obst und Gemüse wiesen etwa 22 Milligramm Blei pro Kilo auf; selbst bei sorgfältig gebürsteten und gewaschenen Pflanzenteilen betrug die Belastung noch acht mg. Schon 0,5 Milligramm pro Kilo schaden einem physisch normalen Erwachsenen.

Nach Untersuchungen des Hannoveraner Toxikologen Hans-Jürgen Hapke sind dicke Menschen wegen ihres höheren Verteilungsvolumens besser gegen Schwermetalle in der Nahrung geschützt. Proportional gerechnet müßte ein Braubacher Bürger, um ohne Risiko ein Kilo Früchte aus seinem Garten zu verspeisen, fast eineinhalb Tonnen wiegen. müll