Wer sich jemals über eine hochstapelnde Verpackung (viel Schachtel, wenig Inhalt) und unzulängliches Spielmaterial geärgert hat, wird beim Öffnen der „Scalino“-Schachtel angenehm überrascht sein: 48 massive, quaderförmige Holzklötze in vier Farben und drei Größen füllen den Raum gut aus. Eine so solide Ausstattung ist selten.

„Scalino“ ist ein Kind des 80jährigen Peter Pallat, des ältesten deutschen Spiele-Erfinders. Der Name des Spiels (aus dem Italienischen, zu deutsch: Stufe) deutet an, worum es geht: Die Spieler (zwei oder vier) sollen aus den Bausteinen einen Treppenbau errichten. Alle bauen gemeinsam an demselben Gebäude. Reihum legt jeder Spieler einen Stein seiner Farbe an bereits liegende Steine an. Steine gleicher Farbe dürfen höchstens an Ecken oder Kanten, aber nie mit ihren Flächen aneinanderstoßen. Ein Spieler, der aus diesem Grund nirgendwo anlegen kann, wird einfach übergangen. Das Gebäude wird insgesamt vier Etagen noch, aber erst, wenn eine Stufe fertiggestellt ist, darf mit dem Bau der nächsten Stufe begonnen werden.

Jeder Spieler muß versuchen, möglichst viele Stufen eigener Farbe an der Oberfläche der entstehenden Pyramide aneinanderzureihen. Denn für solche Stufenfolgen gibt es Punktprämien, die mit der Länge der Folge stark ansteigen. Wer Bausteine übrigbehält, muß – je nach Länge der Steine – Minuspunkte in Kauf nehmen. Ein besonderer Pfiff des Spiels liegt darin, daß man die Sache auch umkehren kann: Eine zweite Regel macht aus dem Abbau der Pyramide ein neues Spiel.

„Scalino“ stammt aus der Göttinger Werkstatt Edition Perlhuhn. Die Bütehorn KG hat es in ihr Programm aufgenommen. Bleicke Peter

Scalino, 2 oder 4 Spieler, Bütehorn KG, 3203 Sarstedt, ca. 35 Mark.