Die Computer-Intelligenz im Kinderzimmer: Vorbereitung auf das Informationszeitalter

Von Thoma§ v. Randow

Die Tür öffnet sich langsam. Zaghaft schaut ein sommersprossiger Junge ins Zimmer. „Papi“, ruft er mit dünner Stimme, „entschuldige, ich komm mit dem Computer nicht klar. Ich habe alles richtig gemacht, aber das blöde Ding sagt immer next without for, dabei habe ich doch for geschrieben.“

Der angesprochene Vater hat Gäste, er möchte sich ihnen widmen. Darum erwidert er kurz: „Irgendwo steht ein next zuviel, du wirst es schon finden.“ Der Knabe läßt nicht locker: „Ich bin das ganze Programm durchgegangen, immer wieder, ich finde kein next ohne for, sieh es dir doch bitte einmal an.“ Dem kann der Vater nicht widerstehen: „Entschuldigt mich für einen Augenblick“, sagt er und entschwindet.

„Den sehen wir heute nicht wieder“, bemerkt seine Frau seufzend, „den ganzen Tag lang sitzen die beiden am Computer, kaum daß ich sie zum Essen an den Tisch bekomme; der Junge hat nur noch seine Programme im Kopf, die Lehrerin hat sich auch schon beschwert, Stephan sei unaufmerksam geworden. Dabei ist er doch gerade erstacht Jahre alt.“

Den Computer, ein Plastikgehäuse so groß wie ein Brotkasten, mit einer Schreibmaschinentastatur darauf, hatte Stephan letzte Weihnachten bekommen. Es war ein „Eisenbahngeschenk“; in Wahrheit hatte sich der Vater den Apparat gewünscht, und so tat er das, was früher Väter taten, die mit der elektrischen Eisenbahn spielen wollten: Er beglückte sein Kind damit.

Run, poke, peek