In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Aufwand für Sozialleistungen in der Bundesrepublik nahezu versechsfacht. Besonders die Arbeitnehmer bekamen das zu spüren: Sie müssen heute wesentlich höhere Anteile ihres, Einkommens für Steuern und Sozialbeiträge abzweigen als früher. Fast ein Drittel des Sozialprodukts wurde 1981 für die Erhaltung des sozialen Netzes – vom Kindergeld bis zur Lohnfortzahlung – aufgewandt. 1961 war es nur etwas mehr als ein Fünftel. Wichtigste Ausgabenposten waren in letzten Jahr die Rentenversicherung mit 149,5 Milliarden Mark, die Krankenversicherung mit 96,8 Milliarden und die Beamtenpensionen mit 36,6 Milliarden. Wenn unsere Wirtschaft nicht wesentlich wächst, werden steigende Sozialausgaben bald nicht mehr zu verkraften sein.