Die Jahresabschlüsse von etwa 20 000 deutschen Unternehmen hat die Bundesbank ausgewertet und kann bestätigen, daß sich Ertragslage und Ausstattung mit Eigenkapital 1981 weiter verschlechten haben. So ist der Gewinn nach Steuern allein im vergangenen Jahr um zwanzig Prozent auf gut 44 Milliarden Mark gesunken – soviel erzielten die Unternehmen bereits im Krisenjahr 1973. Die Eigenkapitalquote lag im Vorjahr nur noch bei 21 Prozent, 1970 waren es noch 26,5 Prozent.

Von der längsten Flaute seit dem zweiten Weltkrieg sind die deutschen Seehäfen betroffen. Seit 1979 schon geht der Güterumschlag zurück und wird Ende dieses Jahres mit insgesamt 140 Millionen Tonnen den tiefsten Stand seit sieben Jahren erreichen. Da auch für das nächste Jahr ein weiterer Rückgang erwartet wird, ist – so der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe – mit Entlassungen zu rechnen.

Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl glaubt nicht, daß eine Arbeitszeitverkürzung die Beschäftigungslage verbessern wird. Seiner Meinung nach wird zu wenig über die Kosten gesprochen, denn bei vollem Lohnausgleich würden Kosten und Preise nach oben, die Nachfrage nach Arbeitskräften aber zusätzlich nach unten getrieben.

Zufrieden kehrten Ende vergangener Woche die Aussteller von drei bedeutenden Messen nach Hause. Die meisten der knapp zweitausend Aussteller auf der "electronica 82" in München spreneuer Märkte. Geradezu überrascht waren die Aussteller der Pirmasenser Lederwoche von der lebhaften Nachfrage. Auf gestiegene Investitionsbereitschaft in Hotellerie und Gastronomie lassen die Aufträge schließen, die auf der "hogatec" in Düsseldorf getätigt wurden.

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