Von Rainer Frenkel

ist Teuer sind Rat und Tat einer Autowerkstatt immer, gut nicht unbedingt. Hier der Bericht über schlechte Erfahrungen mit BMW-Werkstätten. Jeder Autofahrer weiß: Ähnliches ließe sich auch über Werkstätten anderer Marken berichten.

Was macht ein BMW-Fahrer, der Probleme mit seinem Auto hat? Er fährt in eine BMW-Werkstatt. Was macht die BMW-Werkstatt, wenn es Kühlprobleme sind? Sie wechselt Kühler oder Thermostat oder Schläuche aus oder eine beliebige Kombination derselben.

Was macht die BMW-Werkstatt, wenn die Kühlprobleme bleiben, obwohl sie all das schon gemacht hat oder weiß, daß es gemacht ist? Sie macht das alles noch mal. Erstens, weil ihr nichts anderes einfällt, zweitens, weil sie den Mutmaßungen des Kunden, es müsse sich um Komplizierteres als Routine handeln, nicht folgt, denn Kunden haben keine Ahnung. Und drittens, überhaupt ...

Und was endlich macht die BMW-Werkstatt, wenn sich aus all dem letzten Endes ein materieller Schaden von einigen Tausend Mark ergibt, der sich bei sorgfältigerer Arbeit wohl hätte vermeiden lassen? Sie zuckt mit den Schultern und streicht ein, was noch zu holen ist.

Im einzelnen:

  • Im Januar 1981 blieb das Objekt früher Liebe und späten Zorns – ein BMW 3,0 SI, Baujahr 1976 – zum ersten Mal liegen. Kühlwasserverlust durch einen Riß im Kühler. Ein Kraftfahrzeugmeisterbetrieb in Bremerhaven reparierte für 428,60 Mark.
  • Im April 1981, die Blicke für das Wasserthermometer waren geschärft, arbeitete sich der Zeiger wieder in den roten Bereich vor. Dies erledigte eine BMW-Werkstatt auf Sylt für 34,40 Mark. "Alles in Ordnung".
  • Im Sommer wurde der Motor vor allem auf Stadtfahrten immer wieder heiß. Dafür standen die unterschiedlichsten Theorien, einander wechselseitig sich ausschließend, zur Verfügung, sowie viel neues Kühlwasser, der eine oder andere Schlauch und zwei- oder dreimal ein Thermostat. Nichts besonderes also, Normalzustand.
  • Anfang Mai 1982 begann endlich der Count down. Zum dritten Mal blieb der BMW heißgelaufen auf der Autobahn liegen, diesmal bei Dortmund. Der herbeigerufene ADAC-Mann murmelte allerhand, vor allem, daß unverständlicherweise die Zylinderkopfdichtung noch heil sei.
  • Die Fahrt zurück nach Hamburg und dort zum BMW-Händler verlief ohne Zwischenfälle. Die Krankengeschichte wurde aufgerollt (und offenbar nicht ernstgenommen); um Prüfung von Motor und Kühlsystem wurde nachgesucht. Der Hinweis darauf, daß ein Frankreich-Urlaub bevorstehe, sollte die Sorgfalt noch fördern.