Die Hoffnung auf einen konjunkturellen Aufschwung muß wieder einmal vertagt werden – im dritten Quartal jedenfalls hat sich die Lage in der Bundesrepublik nach Ansicht des Instituts der Deutschen Wirtschaft deutlich verschlechtert. Das Bruttosozialprodukt ist merklich geschrumpft, und die konjunkturstützende Wirkung landsmärkten können die Konjunkturforscher nicht versprechen. Im Gegenteil: Da die Mark für so wichtige Käufer wie Schweden, Japaner, Belgier und Franzosen innerhalb eines Jahres um acht bis zwölf Prozent teurer geworden ist, hat sich die Wettbewerbsposition für deutsche Exporteure entsprechend verschlechtert.

Mehr denn je gefragt sind im Ausland dagegen qualitativ hochwertige Lebensmittel aus deutschen Landen, einfache Massenprodukte jedoch sind vom Preis her kaum konkurrenzfähig, ermittelte die Commerzbank. Im vergangenen Jahr steigerte der Nährstand den Auslandsumsatz um zwanzig Prozent auf knapp zwölf Milliarden Mark, das sind rund acht Prozent des gesamten deutschen Agrarumsatzes. Und im ersten Halbjahr 1982 wurde noch einmal ein Plus von 7,6 Prozent erzielt.

Selbst den Chinesen sind deutsche Agrarprodukte nicht mehr ganz unbekannt. Heimische Lebensmittel für 78 Millionen Mark wurden im vergangenen Jahr nach dem fernöstlichen Land exportiert. Allerdings lieferte es für die bundesdeutsche "chinesische Küche" Waren im Wert von 423 Millionen Mark.

Mehr als die Hälfte der importierten Kohle beziehen bundesdeutsche Kraftwerke aus Übersee. Ein Viertel kommt aus Osteuropa und nur siebzehn Prozent aus EG-Ländern. Ein Preisvergleich liefert die Begründung. Kohle aus Nicht-EG-Ländern ist mit 171 Mark je Tonne Steinkohleeinheiten am billigsten. Für heimische Kohle müssen dagegen 225 Mark bezahlt werden. Ho