Ehlers-Preise

Die Zahlen sind erstaunlich genug: Seit 1947 sind in über 100 Jugenddörfern mehr als eine Million Jugendliche ausgebildet worden. Für diese Leistung ist der Gründer und Präsident des Christlichen Jugendfortbildungswerkes, Pastor Arnold Dannemann, mit der Medaille der Hermann-Ehlers-Stiftung ausgezeichnet worden. Den Förderpreis für 1982 erhielt der Jurist Hans-Joachim Berg, der über das Thema "Parlamentarische Kontrolle des Verteidigungsausschusses gearbeitet hat und Mitglied des Londoner Internationalen Instituts für Strategische Studien ist.

Göttlicher Wahlkampf

Indira Gandhis Kongreßpartei muß um eine Hochburg zittern. In drei Monaten wählen die Bewohner des südindischen Bundesstaates Andhra – hier hat die Ministerpräsidentin ihren Wahlkreis – ein neues Provinzparlament. Wenn es nach dem Zulauf zu den turbulenten Wahlkampfveranstaltungen geht, haben die Indira-Anhänger kaum eine Chance. Deren Gegner haben zwar kein besonders attraktives Programm – gegen die Korruption und für mehr Geld für die bitterarmen 63 Millionen Menschen aber dafür einen geradezu unschlagbaren Spitzenkandidaten: Nandamuri Taraka Rama Rao, ein 60jähriger Filmstar und trotz seines Alters für viele seiner Anhänger buchstäblich ein junger Gott. Als Wischnu, als Schiwa und als Krischna hat Rao in phantastischen Kostümen immer wieder Mitglieder des indischen Pantheons in Mythen-Verfilmungen verkörpert. Mancher brave Fromme mag den Leinwandhelden wirklich für die Inkarnation eines dieser Götter halten.

Harter Felsen – nicht hart genug?

Unter dem Namen Hard Rock ließ das Londoner Innenministerium die britischen Zivilschutzbeamten des Königreichs eine Woche lang den Atomkrieg simulieren. Der imaginäre Feind bombardierte zwanzig Städte und sieben militärische Einrichtungen, legte vier Innenstädte in Schutt und Asche und – auch das gehört zum Kriegsspiel – traf dreimal daneben. Das "Resultat": drei Millionen Tote – und Ärger bei den militärischen und zivilen Fachleuten. Nicht etwa, weil etwas schief lief – davon drang jedenfalls nichts an die Öffentlichkeit wohl aber, weil der nukleare Angriff auf Großbritannien "militärisch unrealistisch" gewesen sei. Die verärgerten Experten hatten nämlich vorher einen feindlichen Angriff ausgemalt, der kein großstädtisches Zentrum und keine einigermaßen wichtige militärische Einrichtung auf der Insel ausließ. Vom Computer ließen sie sich vorher ausrechnen, wie viele Menschen in diesem Fall sterben würden: 29 Millionen, die Hälfte der Bevölkerung des Königreichs.

Donnerfeld-Opfer