Die Erträge der Unternehmen standen 1981, so ergab jetzt eine Analyse der Deutschen Bundesbank, stark unter Druck. Und darin sehen die Währungshüter den entscheidenden Grund für die anhaltende Schwäche der Eigenmittelbasis deutscher Firmen. Seit 1965 hat sich der Anteil der Eigenmittel an der Bilanzsumme deutlich verschlechtert. Damals betrug er noch fast dreißig Prozent, 1981 waren es gerade noch 20,5 Prozent. Diese Verschlechterung ist in allen bedeutenden Wirtschaftszweigen zu beobachten. Besonders schlecht ist unterdes die Eigenkapitalbasis im Baugewerbe – 1981 waren es nur noch 5,5 Prozent. Die Unternehmen geraten so in einen fatalen Kreislauf: Sie sind zunehmend auf Fremdkapital angewiesen, damit aber steigt der Zinsaufwand, was wiederum die Erträge außerordentlich stark drückt.