/ Von Alexander Rost

Nein, daß sie davon erzählen, ob in Rentnerredseligkeit oder aus subjektiv besserem Wissen angesichts der Aktenaufarbeitung der Geschichte und aus welchen Gründen auch immer, daran gibt es nichts zu kritisieren. Nur eine Feststellung drängt sich dazu auf: Jene "Alten, die dauernd von ihrem Krieg quatschen", mögen zwar geeignet sein, den Generationenkonflikt in einem Fernsehfilmchen zu pointieren, in der sozialen und politischen Wirklichkeit aber spielen sie keine Rolle, nicht einmal am Stammtisch, soweit der noch regieren sollte; und die Jungen, die rot vor Zorn und laut im Hohn werden, falls die Väter und Großväter doch einmal vom Damals reden, sind eigentlich inhuman.

Daß der Stau der Erinnerungen an das Kriegserlebnis schließlich auch dicke Dämme des Schweigens bricht, ist einfach menschlich, erst recht, wenn solches Erlebnis die existentiellen Erfahrungen der Jugendzeit eingeschlossen hat. Woran denn also, wenn nicht an ihre Jugend, dürfen die Alten sich erinnern? An die Psycho-Metzeleien im Büro etwa, die sie dann in ihrem bürgerlichen Lebenslauf zu überstehen hatten?

Die Frage ist nur, wie sie vom Krieg erzählen und was noch zu schreiben bleibt – von einem Geschehen, von dem schon zum Überdruß berichtet wurde. Sie wird herausgefordert von zwei neuen Büchern über den U-Boot-Krieg:

Fritz Brustat-Naval: "Ali Cremer: U 333"; Verlag Ullstein, Berlin 1982, 304 S., 38,– DM.

Und: