Hans Otto Eglau: „Kampf der Giganten – Europa, USA und Japan im Wirtschaftswettstreit“. Ist die europäische Industrie im Wettbewerb mit ihren amerikanischen und japanischen Konkurrenten auf der Verliererstraße? Steht die EG unausweichlich vor einer wachsenden strukturellen Dauerarbeitslosigkeit, weil neue, auf Zukunftstechnologien basierende Wirtschaftszweige sich nicht in dem Ausmaß entwickeln, wie alte Branchen ausbluten? Eglau beschwört die Gefahr einer verhängnisvollen Spirale industrieller Erstarrung, nationaler staatlicher Protektionismen zur Bekämpfung der zwangsläufigen Verluste an Wettbewerbsfähigkeit und eines daraus resultierenden weiteren Niedergangs. Was Europas Industrie statt dessen braucht, ist ein forcierter Strukturwandel an Stelle staatlicher Erhaltungssubventionen, mehr private Unternehmenskooperation in der Forschung sowie in der Entfaltung weltmarktorientierter Absatzstrategien. Gegenüber den völlig homogenen Märkten USA und Japan wird sich Westeuropa nur dann als starke dritte Kraft behaupten können, wenn es darüber hinaus seine gegenwärtige Stagnation in der politischen Weiterentwicklung der Gemeinschaft überwindet. (Econ-Verlag, Düsseldorf; 264 S., 36,–DM.)