Im konsumfreudigen Monat Dezember müssen bundesdeutsche Verbraucher eines nicht fürchten: steigende Inflationsraten. Der Trend zeigt weiterhin nach unten, wie erste Ergebnisse des Statistischen Landesamtes in Nordrhein-Westfalen hoffen lassen. Im volkreichsten Bundesland lagen im November die Preise nur noch um 4,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Preistreiber waren vor allem Heizöl mit plus 9,2, Strom mit knapp sieben und Nahrungs- und Genußmittel mit etwas über fünf Prozent.

Auch EG-weit zeigt die Bekämpfung der Inflation weitere Wirkung. So hat das Statistische Amt in Brüssel für Ende Oktober eine durchschnittliche Inflationsrate von 10,1 Prozent errechnet, das ist der niedrigste Wert seit 1979. Anfang dieses Jahres kletterten die Preise im Jahresvergleich noch um 12,7 Prozent.

Gestiegen ist dagegen in allen EG-Staaten die Zahl der Arbeitslosen. Insgesamt waren Ende Oktober 11,5 Millionen Menschen – das sind inzwischen 10,3 Prozent aller Erwerbstätigen innerhalb der EG – bei den Ämtern als arbeitslos gemeldet. Im September waren es 10,1 Prozent. Besonders betroffen sind Jugendliche: 4,5 Millionen Menschen – vierzig Prozent aller Arbeitslosen – sind jünger als 25 Jahre.

Mit sicherlich erhobenem Zeigefinger weist die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren darauf hin, daß die Bundesbürger im vergangenen Jahr 62,3 Milliarden Mark für Alkohol und Nikotin ausgegeben haben. 1980 waren es gut 59 Milliarden. Gestiegen ist allerdings nur der Bedarf an Zigaretten – 130 Milliarden Stück, zwei Milliarden mehr als im Jahr zuvor, wurden in blauen Dunst umgesetzt. Bei Alkohol ist der Konsum leicht auf 12,44 Liter pro Kopf (1980: 12,67 Liter) zurückgegangen. Ho