Die Entscheidung für ein neues Auto wird in diesem Winter für die meisten Verkäufer von einem zusätzlichen Faktor beeinflußt: den Zinsen. Denn wer sein Auto über einen Kredit finanzieren will, kann bei vielen Anbietern gleich auch das Geld leihen – zu einem günstigeren Zinssatz als bei den Banken.

So ist über die VW-Händler das Geld für einen neuen VW oder Audi mit 8,5 Prozent Jahreszins zu haben, immerhin rund drei Prozent weniger, als die Banken verlangen. Noch billiger macht es Ford, da kostet der Kredit im Jahr nur sieben Prozent. Und zu 6,9 Prozent kann bei Hat abgeschlossen werden. Geradezu Ausverkaufspreise für Geld hat Renault, da sind lediglich fünf Prozent Jahreszins zu zahlen, allerdings gilt dieses Angebot nur, wenn ein R 9, das in Deutschland meistverkaufte Renault-Modell, geordert wird; für alle anderen werden 11,88 Prozent im Jahr berechnet.

Die Verkaufsförderung durch Zinshilfen hat vor einem Jahr Opel begonnen, damals boten die Rüsselsheimer 12 3/4 Prozentstattderzudie- ser Zeit marktüblichen achtzehn Prozent. Inzwischen ist die Opel-Aktion ausgelaufen. Ohne besondere Zins-Anreize wollen Daimler-Benz und BMW auskommen.

Keine Zinshilfen geben bisher auch die großen japanischen Anbieter in der Bundesrepublik. Jedoch wird bei Mitsubishi, viertgrößter unter den Japanern, bereits geprüft, ob dem Beispiel der Konkurrenz gefolgt werden kann. Je mehr aber der Autoverkäufer auch bei den Zinsen für Kredite auf Sonderangebote verweisen kann, desto mehr Verkäufer werden auch versuchen, mit diesem Kaufanreiz die schwache Inlandskonjunktur zu beleben,

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Der seit knapp zwei Jahren amtierende Vorstandsvorsitzende des Elektrokonzerns Siemens, Karlheinz Kaske, wurde von dem in München erscheinenden Industriemagazin zum Manager des Jahres gekürt. Eine Jury aus zwanzig Wirtschaftsjournalisten hat ihm diesen Rang zuerkannt, „weil es Siemens unter seiner Ägide in kurzer Zeit gelungen ist, den seit zwei Jahren negativen Ertragstrend umzukehren und die notwendigen Strukturmaßnahmen einzuleiten“. Zweiter wurde Bosch-Chef Hans R. Merkle für seine „strategische Leistung beim Umbau des Unternehmens vom Automobil-Zulieferer zum modernen Elektrokonzern“, dritter wurde Daimler-Benz-Vorstandsvorsitzender Gerhard Prinz für die „einzigartige Erfolgsserie und solide Position seines Hauses.“

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