Sie sieht aus wie ein zu kurz geratener Ozeanliner. Am Bug gleicht sie einem Eisbrecher, am Heck einem Fischdampfer. Zwischendrin ist sie Forschungsschiff, Frachter, Hubschrauberträger und Transporter für maximal 106 Menschen: Am Donnerstag dieser Woche nimmt das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven offiziell die "Polarstern" in Empfang. Das 200 Millionen Mark teure Forschungsschiff ist 118 Meter lang, 25 Meter breit und hat einen Tiefgang von 10,50 Meter. Vier Dieselmotoren mit je 4800 PS machten die Polarstern bei Probefahrten 16 Knoten schnell (knapp 30 km/h). Wichtiger in polaren Meeren sind die Fähigkeiten, auch zwei Meter dickes Eis noch brechen und bei minus 50 Grad noch fahren zu können. Am 26. Dezember soll die "Polarstern" in Richtung Antarktis, zur Georgvon-Neumayer-Station, auslaufen.

GH