Nach dem zweiten langen Sonnabend vor Weihnachten atmet der Einzelhandel erleichtert auf: Jedenfalls das Weihnachtsgeschäft fällt nicht ganz ins Wasser. Am zweiten Adventswochenende gab es sogar Umsatzsteigerungen bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichwohl: Für die meisten Branchen kann auch ein gutes Weihnachtsgeschäft keine Wende mehr bringen. Denn in den ersten zehn Monaten büßten die Fachgeschäfte im Durchschritt ein Prozent ein – nach Abzug der Preissteigerungen ein reales Minus von sechs Prozent. Im Plus lagen nur noch wenige Branchen. Den Sieger stellen wie schon im Vorjahr die Reformhäuser. Die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels erwartet einen zusätzlichen Weihnachtsumsatz von achtzehn Milliarden Mark.