Viele Anzeichen deuten darauf hin, daß der Rohölpreis weiter sinken wird. Schon jetzt – so jedenfalls eine Studie von zwei ehemaligen Opec-Sekretären und anderen Experten, die kurz vor der Opec-Konferenz am 19. Dezember in Wien veröffentlicht wurde – liegt der Durchschnittspreis mit 32,80 Dollar je Barrel 1,20 Dollar unter dem offiziellen Richtpreis. Der Grund: Wichtige Opec-Länder müssen Rabatte gewähren, um den Absatz zu sichern.

Da weltweit mehr Öl produziert als verbraucht wird, sieht das Bonner Wirtschaftsministerium keine Probleme bei der Versorgung mit Mineralöl und -produkten. Zumal auch der Sparwille bundesdeutscher Verbraucher noch nicht gebrochen ist. In den ersten drei Quartalen 1982 jedenfalls wurden mit 76,7 Millionen Tonnen Mineralölprodukten 2,7 Prozent weniger abgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Für die Energieforschung in der Bundesrepublik hat jetzt Forschungsminister Heinz Riesenhuber seine Prioritätenliste bekanntgegeben: An erster Stelle steht die optimale Nutzung der Kohle, dann folgen der Ausbau des Fernwärmenetzes, die Förderung sparsamer Energieverwendung und die Weiterentwicklung der Kernenergie.

Amerikanische Verbraucher haben das Holz als Brennmaterial wieder entdeckt. Mindestens 4,7 Millionen Haushalte heizen und kochen mit diesem Rohstoff. 1978 waren es erst rund 1,9 Millionen. Damit ist Holz in den vergangenen Jahren nach Heizöl, Strom und Erdgas zum viertwichtigsten Heizmaterial in den USA aufgerückt.

Ganz ungeschoren bleiben offenbar auch die Schweizer von der weltweiten Rezession nicht. Der Schweizerische Handels- und Industrie-Verein klagt jedenfalls darüber, daß der Bestelleingang aus dem Ausland „auf ein sehr tiefes Niveau“ gesunken sei, das Fremdenverkehrsgewerbe Rückgänge bei den Übernachtungen meldet und die Bautätigkeit im Inland weiter zurückgeht. Nach wie vor floriert dagegen der Absatz von Konsumgütern, und einen „befriedigenden Verlauf“ nimmt ebenfalls der Dienstleistungssektor. Geradezu beneidenswert ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote ist in den vergangenen zwölf Monaten von 0,2 auf 0,5 Prozent gestiegen.

Ungesicherter denn je ist die Versorgung der Dritten Welt mit Getreide, In 33 der ärmsten Länder ist nach einer Studie der Welt-Ernährungs-Organisation (FAO) die Pro-Kopf-Produktion des wichtigsten Nahrungsmittels in diesem Jahr um acht Prozent zurückgegangen. In allen 69 Entwicklungsländern zusammen betrug der Rückgang drei Prozent. Ho