Nicht immer ist für Vögel das Fliegen schön, zumal dann nicht, wenn sie als Luftfracht transportiert werden. Um die manchmal an mitgenommenen Tiere optimal zu versorgen, wurde jetzt im Flughafen Frankfurt eine Tierstatun eröffnet, die auch fliegende Fische und Nilpferde betreut.

Die Frankfurter Tierstation zählt vom Eintagsküken bis zum Nilpferd alles zu ihrer Klientel, was in einem Flugzeug an Tieren befördert wird. Die Station ist mit sechs Tierpflegern Tag und Nacht besitzt und wird von einem tierärztlichen Bereitschaftsdienst betreut. Durchschnittlich 24 Stunden sind die Flug-Tiere hier zu Gast, bevor sie erholt und gepflegt ihre Reise fortsetzen.

Die tierärztliche Betreuung untersteht dem Leiter des staatlichen Veterinäramtes, Karl-Heinz Hildebrandt, der sich seit Jahren auch wissenschaftlich mit der Problematik von Tiertransporten per Luftfracht beschäftigt. „Wir wissen nicht, wie viele Tiere bereits beim Abflug in Afrika oder Südamerika verendet sind“, sagt der Tiermediziner, bezweifelt aber, daß auf internationalen Flügen noch Frachträume ohne Druckausgleich benutzt werden. Besonders problematisch ist nach seiner Ansicht die Start- und Landesituation. „Nicht wegen der Druckschwankungen“, weiß der Tierkenner, „sondern wegen der plötzlichen Temperaturveränderungen, die man nicht in den Griff bekommt.“ Hildebrandt gewann diese Erkenntnis nicht zuletzt als Begleiter eines Transports von 15 000 Hühnern nach Kairo, bei dem er kürzlich Messungen und Beobachtungen an den Tieren vornahm. tdt