Wer Human-, Zahn- oder Tiermedizin studieren will, muß den "Medizinertest" bestehen. Das ist bekannt. Irgendwann ist jemand auf die Idee gekommen, die Aspiranten zu präparieren und für diese Dienstleistung Geld zu verlangen. Gegen diese Art der Erwerbstätigkeit will jetzt ein Psychologenteam der Duisburger Universität zu Felde ziehen: Man sucht gerade hundert Bewerber für die medizinischen Studienplätze und bietet ihnen einen einmonatigen Vorbereitungskurs an. "Wir wollen feststellen, ob vorbereitete Testbewerber tatsächlich bessere Chancen haben", sagt Projektleiter Professor Ulrich Raatz von der Uni Duisburg. Wenn seine Kursteilnehmer also den gefürchteten Medizinertest überdurchschnittlich gut absolvieren, so seine Folgerung, ist dieses Auswahlverfahren "wegen der Chancenungleichheit äußerst fragwürdig".

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Dem Reinen ist alles rein: "In der Körperpflege und der Kleidung ist Sauberkeit ein Gebot der Rücksichtsnahme und hilft dazu, ein ästhetisches Empfinden zu entwickeln und zu respektieren." Eines von elf Erziehungszielen, die der Hamburger Elternbund e. V. in der Zeitschrift "Blickpunkt Bildung" seiner Leserschaft zur Diskussion stellt. Nachtrag zur "Sauberkeit": "Auch Lehrer können hier ein einprägsames Vorbild geben." Dann die Rücksichtnahme: "Es darf nicht durch Ablenkung die kostbare Unterrichtszeit verbraucht und die Konzentration zerstört werden. Die Nerven der Kinder bedürfen der Schonung." Wer verschont die Lehrer vor derlei Ermahnungen?

Peter Pedell

Sehr geehrter Herr Deutschlehrer!

Die Studenten unserer Universitäten befleißigen, sich einer zunehmend origineller werdenden, Interpunktion die zur Nachahmung natürlich anregt. Entsprechendes gilt, bezüglich der betont innovativen Orthographie.