Ludwig van Beethoven: "Fünf Klavierkonzerte"; Boston Symphony, Leinsdorf; 26 35033 falls noch erhältlich: Nr l, 3, S; Symphony of the Air, Klips, LSC6702 26; 26 41058 nyRCA Symphony, LemsdorfKrips; 26 35041 (2 LP) ny of London, Skrowaczewski; 26 41055 Ormandy; 26 41077 26 41087 WoHgang Amadeus Mozart: "Klavierkonzerte KV 467, 488, 491, 453"; RCA Victor, WallensteinKrips; 26 35049 (2 LP) 489; Guarneri Quartett; RL 12676 phia, Ormandy; 26 41129 te man sich bei der EMI noch selbst zu einer rühmenswerten Großtat auf: Der Tontechniker Keith Hardwick überspielte die kompletten Beethoven Sonaten, die Artur Schnabel zwischen 1932 und 1935 für den Plattenkonzern aufgenommen hatte, in der bestmöglichen heute erzielbaren Tonqualität von den alten 78er "Müttern" in die moderne Mikrorille. Nur wer die Tücken der damit verbundenen Filter- und Schneidtechnik ein wenig kennt, kann wohl ermessen, welch exzellente Arbeit Hardtwick bei der "Restauration" dieser epochalen Aufnahme leistete. Da ist die Leistung, die jetzt der amerikanische Tonmeister Stan Ricker für den größten Bestseller in der Geschichte der EMI und der Plattenindustrie überhaupt erbrachte, vergleichsweise doch bescheidener zu nennen. Denn er konnte bei der Neuüberspielung der Beatles LPs erstmals die Original"Schnürsenkel" (sprich die Stereo Mutterbänder) verwenden, während die Platten weltweit vorher nur von Bandkopien der dritten, vierten oder fünften Generation geschnitten worden waren. Die meß- und hörbaren Unterschiede zu früheren Pressungen sind teilweise geradezu verblüffend. Da klingen die berühmten Vokalharmonien der fab Four, wiewohl über alte Mikros und Röhrenverstärker aufgezeichnet, nun überhaupt nicht mehr verklirrt, und was Produzent George Martin an instrumentaler Qualität aufs Magnetband bannte, kommt ohne die durch Kopieren bedingten Verluste zu Gehör. So hervorragend die Restauration hier gelang, so prohibitiv ist allerdings auch der Preis für ein Set dieser limitiert aufgelegten "CoUection"; etwa zwölf hundert Mark darf man für die luxuriöseste BeatlesBox aller Zeiten berappen (Mobile Fidelity Sound Lab MFSL 1 100113; Vertrieb durch Erus Technik, Eschborn) Franz Schaler zuhören und sieh also allmählich % hineinzuhören, braucht um ein aufregend sprödes Abenteuer nicht bange zu sein. Was diese Schallplatte wiedergibt, ist weder U- noch E Musik und erst recht keine Ue- oder Eu Mixtur, selbst wenn die beiden Musiker von der Jeweils anderen Seite stammen; Wauer ist seit dreißig Jahren Organist an der alten romantischen Orgel des Merseburger Doms, Sommer ist eilt erfahrener Jazz Schlagzeuger, beide kennen sich in den vielen Spiel und Stüarten ihres Metiers meisterlieh aus, beide haben sich hier zu freiem Improvisieren gefunden. Ergebnis: ein süperbes Beispiel zeitgenössischer Musik. Es gehe den beiden, liest man, hier weniger um das Variieren von Themen als von "Inhalten, die im ungewohnten Kontrast des Orgel- und des Schlagzeug Klangs liegt aber natürlich zeigen sich die eigenwilligen Musikanten erst in der Art und Weise ganz, in der sie ihre Musik erfinden und miteinander musizieren, reden, singen, lärmen, schlagen und heulen, in der sie sich aneinander (mit Klängen und Wendungen) reiben und necken und, auch das, in die Arme fallen. Aufgenommen wurden diese eigenwilligen, sehr gefaßten Free Jazz Duette in der Berlin Charlottenburger Epiphajüenkifche (Verlag "plane", FMP 0900) Manfred Sack