Ein frohes Jahr soll es für die Fluggesellschaft Sabena werden, das ist zum Jubiläum eingeplant. Ob die belgische Luftlinie, die 60 Jahre alt wird, auch ein gutes Jahr vor sich hat, steht noch in den Sternen. Zu viele Turbulenzen verunsichern derzeit den Luftraum, zu viele Luftlinien mit zu vielen Flugzeugen Hagen sich um die weniger werdenden Passagiere. Als die Sabena 1923 mit ein paar notdürftig umgebastelten Militärflugzeugen den Verkehr in Europa und – nach abenteuerlichen Erkundungsflügen – in die belgischen Afrika-Provinzen aufnahm, hing der Himmel der Aviatiker noch voller Hoffnungen. Es sollte fast sechs Jahrzehnte dauern, bis der damals beginnende Steigflug der Luftfahrt gebremst wurde. Die traditionsreichen belgischen Flieger ließen bei all ihren Sorgen nicht von einer guten Übung ab: Jährlich stellten sie ein Buch zusammen, das über bestimmte Themen oder Zielregionen mit meist wunderschönen Photos berichtet. Diese Jahrbücher zahlen heute bereits zu gesuchten Raritäten. Vor zehn Jahren widmeten die Brüsseler ihr Jahrbuch dem eigenen 50. Jahr. Diesem Band entstammt der Gruß zum Jahreswechsel, der auf eine nicht nur technisch eigenwillige Art den Aufbruch zu neuen Ufern zeigt.