Ungewisse Zukunft der Deutschlandpolitik

Von Paul Frank

Seit einiger Zeit erscheinen Publikationen über die deutsche Frage, die sich durch Nüchternheit und Realismus auszeichnen. Wissenschaftliche Methode und historische Tiefenschärfe tun ein übriges, um dem Leser vor Augen zu führen, daß das deutsche Problem schon immer äußern komplex gewesen ist. Einfache Lösungen gibt es nicht.

In diese Kategorie von wissenschaftlichen Untersuchungen des Deutschlandproblems gehört auch:

Eberhard Schutz: "Die deutsche Nation in Europa. Internationale und historische Dimensionen"; Schriften des Forschungsinstituts der deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.; Europa Union Verlag GmbH, Bonn 1982; 272 S., 29,– DM

Der Verfasser des Buches ist stellvertretender Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Honorarprofessor an der Universität Bonn.

Karl Kaiser, der Direktor des genannten Forschungsinstituts, spricht in seinem Vorwort davon, daß die Studie Zusammenhänge aufzeige, die bisher oft ungenügend beachtet worden seien. Er bringt damit in zurückhaltender Weise zum Ausdruck, was die Diskussion des Deutschlandpro-Weiss seit langem kennzeichnet; Die Zusammenhänge werden verdrängt, weil sie für die vereinfachende oder demagogische Behandlung der deutschen Frage hinderlich sind.