Mit dem Beschluß, die Investitionsanleihe nun doch nicht zurückzahlen zu wollen, haben CDU/CSU in den Börsensälen weiteres Vertrauenskapital eingebüßt. Dort herrscht jetzt Katerstimmung. Sie färbt auf das Verhalten der in- und ausländischen Besitzer deutscher Aktien ab. Eine Verkaufswelle nach der anderen kommt auf den Markt zu.

Die Kursgewinne aus den ersten Januartagen sind weitgehend aufgezehrt. Besonders bei den sogenannten Qualitätsaktien, die zunehmend unter dem Verkaufsdruck der Ausländer zu leiden haben. Dabei wird kaum noch differenziert. Nur noch wenige Banken versuchen, ihre Kundschaft von „unüberlegten“ Verkäufen abzuhalten. Wer will auch dafür mit Blick auf den 6. März die Verantwortung übernehmen?

Die aktienerfahrene Kundschaft ist auf amerikanische Aktien ansprechbar. Die Regierung in Washington – so wird angenommen – dürfte ihren bisherigen Kurs ändern und mehr für die Belebung der Wirtschaft tun. Bei gleichzeitiger Zinssenkung scheinen die Kurse vieler amerikanischer Aktien noch nicht ausgereizt zu sein.

Für Leute, denen das Aktienpflaster in der Bundesrepublik aus politischen Gründen zu heiß geworden ist, bietet die Union-Investment-Gesellschaft mit ihrem neuerdings nur noch in Goldminenaktien (dazu kommen Silber- und Platinwerte) anlegenden Fonds Unispezial eine interessante Alternative. Hier wird am steigenden Goldpreis verdient. K. W.