Mit der "unheiligen" Allianz zwischen Verlegern, die ihr Risiko auf ein Minimum verringern wollen, und Künstlern, die keine andere Möglichkeit sehen, ihre Arbeiten in einem Buch zu publizieren, wird das Kunstbuch, zumal die Monographie, abgewertet und verliert auch die Aufgabe, zur Orientierung des Publikums beizutragen. Das ökonomische Argument, so ernst es zu nehmen ist und so schwer es wiegen mag, darf nicht zum Alibi für eine Praxis werden, die schließlich aus Verlagen wohlfeile Selbstbedienungsläden macht.

Hans-Peter Riese