Wer sich nicht entscheiden kann, ob er lieber Skifahren oder Windsurfen will, kann beides kombinieren, am Mittelmeer zum Beispiel oder auf Hawaii.

Vormittags Wintersport und nachmittags Sommersport. Im griechischen Arahova am Fuße des Parnaß zum Beispiel ist solches möglich. Denn die schneebedeckte Talstation des Dichter- und Skiberges trennen von dem hellgelben Sandstrand bei Itea nur 17 Kilometer, mit dem Auto sind das 15 Minuten.

Allerdings: Bei den Erwartungen über das Zielgebiet sollten die Wellen der Euphorie nicht allzu hoch schlagen. Das gilt zunächst einmal für das Meer. In unseren Wintermonaten steigt selbst im Mittelmeerraum – Sonne und Süden zum Trotz – das Thermometer nur mäßig: 20 Grad Lufttemperatur und eher etwas kälter noch das Wasser. Und am Strand ist zwischen Dezember und März kaum etwas los. Manche Hotels schließen. Auch in vielen Restaurants bleibt die Küche kalt. Verhungern muß trotzdem niemand. Eher schon verdursten, denn das Nachtleben an den Ski- und Surfzielen ist tot.

Der Wintersport in den vier Ländern (Tabelle) ist aber mehr als nur ein Gag der örtlichen Fremdenverkehrsbüros. So findet der Gast neben Schnee und Abfahrten auch alle technischen Voraussetzungen für einen Skiurlaub mit alpinen Ansprüchen. Die Liftanlagen wurden von erfahrenen (meist französischen) Unternehmen konzipiert und gebaut. Eine Berghütte auf dem Gipfel und ein Restaurant an der Talstation sind mittlerweile ebenso selbstverständlich wie Skischule oder Ausrüstungsverleih.

So gesehen steht den sportlichem Zweikämpfen! nichts mehr im Wege, was ihr muskelkaterträchtiges Hobby bremsen könnte. Bis auf eines vielleicht: Deutsche Reiseveranstalter können sich mit dieser neuen Idee einer Urlaubsart nur schwer anfreunden. Pauschalangebote gibt es kaum, der interessierte Urlauber muß sich eine solche Reise meist in Eigenregie zusammenstellen. tdt