sucht dich heim in solcher Situation. Es ist zwar dem Krieg ähnlich, aber doch anders, weil von dir selbst nichts abhängt. Das einzige, was du machen kannst, ist, ruhig im Sessel sitzen, durch das Fenster schauen und die Piloten bei ihrer Pflicht nicht stören.

Damals entschieden Sekunden über alles. In diesen entscheidenden Sekunden vermochte die erfahrene Besatzung unter Boris Bugajew, das Flugzeug aus der Bescnuß-Zone herauszusteuern.

Diese Episode führe ich als eine Art Illustration dafür, daß wir auch in Friedenszeiten nicht abgesichert sind gegen alle möglichen Provokationen.

Über Tschernjenko heißt es in den Memoiren: „Die ideologische Arbeit der Parteiorganisation der Republik hatte riesige Bedeutung für die Gestaltung des neuen Moldawiens. Hier kam es auf die Fähigkeit an, Leute zu überzeugen, richtige Organisationsformen zu finden und vor allem selbst ein überzeugender Kämpfer zu sein. Es war nötig, Fingerspitzengefühl gegenüber den Genossen zu entwickeln und Anforderungen an sich selbst zu stellen, um solch ein Funktionär zu sein. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, daß der Leiter der Abteilung Agitation und Propaganda des Zentralkomitees der KP der Republik, Konstantin U. Tschernjenko, über all diese Parteieigenschaften verfügte. Als ein junger, energievoller Kommunist hatte er reiche Parteierfahrung gesammelt, noch bevor er in Moldawien zu arbeiten begann. Im folgenden versah K. U. Tschernjenko eine Reihe großer Partei- und Regierungsposten, wodurch er sein Talent und seine Erfahrungen noch erweiterte.“

Über Andropow heißt es wesentlich knapper: „Hier möchte ich einige Worte über einen Menschen sprechen, mit dem uns viele Jahre der Parteiarbeit verbinden: Jurij Andropow. Ich schätze seine parteiliche Bescheidenheit, Menschlichkeit und seine herausragenden Sachfähigkeiten. Er hat einen langen und ruhmreichen Weg in der Komsomol-Arbeit gemacht. Solche Leute schätze ich sehr.“

Aus dem Russischen

von Christian Schmidt-Häuer