Eine neue Ehrung für die Deutsche Lufthansa verführt dazu, wieder einmal über die Aufgaben von Managern nachzudenken und auch über die Befindlichkeit einer Branche, die einst von so viel Glamour und Prestige umgeben war. Da hat die amerikanische Fachzeitschrift Air Transport World die Lufthansa zur "Fluggesellschaft des Jahres" gekürt und begründet dies mit der "Bereitschaft und Fähigkeit, in neue Technologie zu investieren und diese effizient zum Wohl des Luftverkehrs einzusetzen".

Nun sollte man meinen, daß dies selbstverständlich ist. Denn perfekte Technik ist nun einmal eine Grundlage des Geschäfts. Doch, leider, die Verhältnisse, die sind nicht so, weil viele Fluglinien kein Geld haben. Mit wenigen Ausnahmen – die Lufthansa gehört dazu – fliegen die Gesellschaften nur Verluste ein. Da ist den amerikanischen Kollegen das eigentlich Selbstverständliche schon etwas Besonderes und damit ehrenswert.

Bei der Entgegennahme der Auszeichnung versprach Lufthansa-Chef Heinz Ruhnau nun, alle Anstrengungen zu unternehmen, den "hohen Standard" noch weiter zu verbessern. Genau das ist es, was wir Steuerzahler – über die Bundesregierung Großaktionäre der Lufthansa – von deren Vorstand erwarten. hm