Vor zwei Jahren noch waren sie die große Attraktion. Inzwischen gehören elektronische Spiele zur selbstverständlichen Grundausstattung jeder durchschnittlichen Spielwarenabteilung. Dabei handelt es sich bei Elektronikspielen auch heute noch größtenteils um reine Reaktionsspiele, bei denen irgendwann der Zeitpunkt kommt, wo der Spieler das System des Computers im Griff – besser gesagt: im Finger – hat. Spätestens dann hat das Spiel für ihn seinen Reiz verloren.

Dagegen hilft eine einfache Lösung: die Konzeption als Zweipersonenspiel. Nicht mehr der starr agierende Computer, sondern der Mitspieler wird zum Prüfstein der eigenen Reaktionsfähigkeit.

Zum Beispiel bei "electronic Tennis", schon einige Jahre alt und seinerzeit wohl das beste Elektronikspiel überhaupt: Als Solospiel gegen den Computer ist es schnell langweilig und höchstens als Training sinnvoll; zwei Spieler hingegen können mit einiger Übung herrliche Ballwechsel zaubern. Auf Knopfdruck bewegen sich zwei Männchen an die gewünschte Stelle des Tennisplatzes, um mit erstaunlich echt wirkenden Bewegungen den Ball übers Netz zu schlagen.

Die drei Schwierigkeitsstufen unterscheiden sich nicht nur in der Spielgeschwindigkeit, sondern auch im Schlagrepertoire. Nach jedem Punktgewinn wird der Spielstand angezeigt, nach jedem Satzgewinn ertönt die Siegesfanfare.

Auch das neue "Basketball 2" ist nur als Zweipersonenspiel interessant. Der gerade angreifende Spieler hat jeweils nur eine Figur. Mit dieser versucht er, die verteidigende Mannschaft auszuspielen und im geeigneten Augenblick auf den Korb zu zielen. Würfe sind von jeder Position aus möglich, aber je näher man dem Korb ist, um so größer ist die Zielsicherheit. Mit vier Richtungstasten läßt sich der Spieler nach Wunsch lenken.

Der verteidigende Spielpartner steuert mit seinen Tasten den "Mannschaftskapitän". Außer diesem hat er noch vier andere Figuren zur Verfügung, die vom Computer gesteuert werden und den Angreifer "blocken" können. Den Ball gewinnen kann aber nur der Kapitän, der damit zum Angreifer wird. Zwei Spielstärken sind vorwählbar; Halbzeitstand und Spielende werden automatisch angezeigt.

Ob solche Reaktionsspiele gleichen Spaß wie ein gutes Brettspiel bieten, mag jeder für sich selbst entscheiden. Die beiden hier vorgestellten Spiele sind gerade so abwechslungsreich wie der jeweilige Mitspieler, und der ist allemal gewitzter als der Computer.