Das auf Jagdreisen Spezialist sierte Touristikunternehmen „Hubertus“ hat sich etwas ausgedacht: eine 14tägige Reisen „zu den Schlachtfeldern Rußlands“. In der entsprechenden Werbeschrift heißt es unter anderem:

„Bei meinem letzten Besuch in Moskau kamen wir auf den Gedanken – da bis heute noch nirgendwo angeboten –, ehemaligen Kriegsteilnehmern, deren Verwandten sowie unserer jungen Generation, die den Krieg nicht erlebt hat, Möglichkeiten zu bieten, die Brennpunkte des Ostfeldzuges kennenzulernen. Wir besuchen in diesem Jahr das Gebiet der ehemaligen Heeres-Süd, vor allem das der 6. Armee.“

„Abflug der Maschine über Wien nach Moskau, Transfer zum Hotel. Auf dem Weg dorthin kommen wir an dem Mahnmal vorbei, das zum Gedenken an der Stelle errichtet worden ist, an der die deutsche Armee Moskau am nächsten stand.“

„Das Hotel liegt in der Nähe der Wolga, neben dem Kaufhaus, dem letzten Befehlsbunker des Generalfeldmarschalls Paulus vor der Kapitulation.“

„Entlang der Wolga sehen wir das heißumkämpfte Traktorenwerk und erreichen den legendären Mamaihügel oder die ‚Höhe 102‘, wie er auf den Generalstabskarten verzeichnet wurde ... Seine von Bomben und Geschossen aufgerissene, umgepflügte und mit Granatsplittern übersäte Erde hat viel Blut und soldatischen Heldenmut gesehen.“

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„Am Abend sind ehemalige russische Kriegsteilnehmer, die die Schlacht um Stalingrad miterlebt haben, eingeladen. Wenn auch die meisten von uns die russische Sprache nicht beherrschen, so können wir uns trotzdem denken, daß bei einem guten Tropfen Wodka mit Hilfe der Dolmetscher die Verständigung klappt und der Abend zu einem Erlebnis werden läßt.“