Außerordentlich gute Erfahrungen mit Freunden und Helfern machte die 78jährige ZEIT-Leserin Margot Lehmann, nachdem ihr zu Beginn einer Reise nach Amerika Paß und Flugschein abhandengekommen waren. Über das Erlebnis berichtet sie im folgenden Brief.

Lütjenburg

Nachfolgenden Bericht sende ich Ihnen mit der Bitte um Veröffentlichung, weil ich es für sehr notwendig erachte, daß ein derartiger Einsatz der Polizei der Allgemeinheit zur Kenntnis gegeben werden muß, da sie, aus welchen Gründen auch immer, oft diffamiert wird.

Ende November letzten Jahres trat ich eine mehrwöchige Amerikareise an. Im Schlafwagen nach Frankfurt/M. kamen mir meine Pässe und Flugtickets abhanden, was ich erst im Zubringer-Zug zum Flughafen merkte. Zwei Beamte des dortigen Reviers waren außerordentlich hilfsbereit und schalteten so schnell, daß ich in weniger als zwei Stunden nicht nur einen neuen Reisepaß bekam, sondern auch das notwendige amerikanische Visum.

Für ersteren war eine längere Fahrt in die Umgebung Frankfurts nötig und bei letzterem verdient auch die große Hilfsbereitschaft des amerikanischen Konsulats Erwähnung und meine Dankbarkeit. Dieses lag in der Innenstadt, und die Fahrtechnik des Polizeibeamten war geradezu unwahrscheinlich gut. Nur dadurch konnte ich den Flugplatz (während des Berufsverkehrs zwischen acht und neun Uhr) noch rechtzeitig erreichen.

Die Lufthansa hatte inzwischen, durch Nachfrage bei meinem Reisebüro in Mannheim, meine Daten erfragt und alle Tickets neu ausgestellt. Das Flugzeug wartete und mit ein paar Minuten Verspätung konnte ich mit ihm die Reise antreten.

Margot Lehmann