Unbeaufsichtigt abgestellte Skier sind schnelle Beute für Langfinger. Wer es ihnen nicht zu leicht machen will, sollte die teuren Bretter nicht achtlos herumstehen lassen und sich für alle Fälle versichern-gegen Skidiebstahl.

Nicht nur vor der Skihütte lauern die immer häufiger auftretenden „Sportsfreunde“, auch in Hotels, auf Parkplätzen und in Zügen haben sie oft leichtes Spiel. Wer beispielsweise mit der Bahn in den Winterurlaub fährt, sollte seine Skier lieber als Gepäck aufgeben statt sie mit ins Abteil zu nehmen. Abgesehen davon, daß man so bequemer reist, sind die Skier bei der Gepäckaufgabe gleichzeitig bis zu einem Wert von 1000 Mark versieinem

Eine Reisegepäckversicherung ist empfehlenswert für alle, die mit dem Auto in die Ferien fahren und die Skier auf dem Dach transportieren. Anspruch auf Erstattung haben freilich nur Umsichtige, die ihr Hab und Gut mit einem abschließbaren Dachgepäckträger gegen Diebstahl sichern. Die Versicherung zahlt nicht, wenn die Bretter nur nachlässig mit einem Bindfaden auf dem Dach befestigt sind.

Rundum versichern lassen kann, man sich beim Deutschen Skiverband (DSV). Er bietet ein ganzes Paket mit Unfall-, Kranken-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- sowie Skibruch- und Ski-Diebstahl-Versicherungen an, für die je nach Deckungssumme 51 beziehungsweise 71 Mark pro Jahr berechnet werden. Detaillierte Auskünfte, auch über Versicherungsbeiträge, erteilt der Verein Freunde des Skilaufs im Deutschen Skiverband, Postfach 20 18 27, 8000 München 2.

Der „DSV-Mindestschutz“ zum Preis von 28 Mark pro Jahr, der ausschließlich für Bruch und Diebstahl gilt, muß beim Kauf der Skier gleich im Sportgeschäft abgeschlossen werden. Nachträgliche Überweisungen sind nicht möglich. Mitversichert sind auch andere Wintersportgeräte, so zum Beispiel Skibob und Rodelschlitten, Schlittschuhe und Grasski. Muß die Versicherung zahlen, erstattet sie die Anschaffungskosten zum „Zeitwert“, der sich nach der Wintersportsaison (1. 10. bis 30. 9. des darauffolgenden Jahres) richtet, in der die Skier gekauft wurden. Im ersten Jahr gibt es demnach den vollen Preis, in den folgenden verringert sich die Erstattungssumme um jeweils 20 Prozent. Der Versicherungsschutz besteht während des gesamten Aufenthaltes am Ferienort und für die Zeit der An- und Abreise. Das klingt beruhigend. Ganz so einfach indes will der DSV es seinen Kunden denn doch nicht machen: Wer zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens bestohlen wird, bekommt sein Geld nur dann, wenn er die Skier nachweislich in einem „ortsfesten. Raum“ oder im verschlossenen Auto aufbewahrt hat.

Die verschärfte Anwendung der Versicherungsvorschriften hat einen Grund: Zu oft verschwanden auffallend teure Skier in der Nacht.

Brigitte Wolter