Das „rosarote Wochenende“ brachte der Bundesbahn mehr Fahrgäste und Einnahmen als erwartet, und auch die neue Aktion „Abteil des Jahres“ läßt sich gut an.

Rund 424 000 Personen nutzten zwischen dem 25. September und dem 13. Dezember die Sonderaktion, bei der man zum Pauschalpreis am Wochenende jede beliebige Strecke hin- und zurückfahren konnte. Etwa 60 Prozent der Gäste wären ohne den rosaroten Fahrpreis nicht mit der Bahn verreist, ergab eine Marktuntersuchung, die die Aktion begleitete. 25 Prozent mehr Personen, als man bei der Bahn erwartet hatte, waren unterwegs gewesen, auch die Einnahmen lagen sieben Prozent höher als erhofft. 33,7 Millionen Mark fuhr das „rosarote Wochenende“ ein.

Mit 52 Prozent machten die Zweiergruppen den Hauptanteil der Reisenden aus, 28 Prozent fuhren allein, 21 Prozent mit der Familie.

Häufiger genutzt als sonst wurde die erste Klasse. Während normal nur zehn Prozent der Reisenden in die erste Klasse steigen, waren es zu rosaroten Zeiten 19 Prozent.

Am gefragtesten war die Route Hamburg – Ruhrgebiet – München und umgekehrt. Hier vor allem wurden die zusätzlichen Züge (durchschnittlich 13 an jedem Wochenende) eingesetzt.

Der größte Andrang herrschte über den Feiertag Allerheiligen, als das Wochenende vom 29. Oktober bis zum 2. November dauerte. 53 Entlastungszüge sowie 315 Sitz- und 178 Liegewagen rollten zur Verstärkung über die Schienen.

Auch die Deutsche Schlaf- und Speisewagengesellschaft profitierte vom rosaroten Boom. 74 000 Mahlzeiten zum Einheitspreis von 7,50 Mark wurden serviert.