Als Anfang dieses Monats bekannt wurde, daß die Preise für die Lebenshaltung im März nur noch um 3,5 Prozent geklettert sind, faßten Auguren schon den nächsten Rekord ins Auge: Bis zum Jahresende könnte sogar eine Zwei vor dem Komma stehen. Hier indes scheint sich doch ein bißchen viel der Vorfreude Luft gemacht zu haben. Denn von vielen Ecken kündigt sich eine Wende ganz anderer Art an.

So wollen die Gemeinden eine Reihe von Gebühren anheben. Zur Jahresmitte wird zudem alles, was der Verbraucher kauft oder als Dienstleistung in Anspruch nimmt, schlagartig um wenigstens einen nalben Prozentpunkt teurer. Denn dann wird die Mehrwertsteuer um einen Punkt auf 14 Prozent, bei Lebensmitteln um 0,5 Prozent auf sieben Prozent angehoben. Überdies zogen in den ersten Monaten dieses Jahres die Preise einer stattlichen Reihe wichtiger Rohstoffe an. Zwar dauert es eine Weile, bis diese Teuerungen über Importwaren, Industrie- und Konsumgüter beim Verbraucher ankommen, aber sie erreichen sein Portemonnaie!

Da kann es nur wenig trösten, daß einer der wichtigsten Rohstoffe billiger geworden ist: das Erdöl. Von dieser Seite hat es schon manche Überraschungen gegeben – und die waren meist unangenehm. gf