Viele, vor allem jüngere Leute, gehen auf eigene Faust ohne Reiseveranstalter auf Trekking-Tour durch Nepal. Bei der Planung gibt es allerdings einiges zu berücksichtigen.

Die Organisation einer solchen Tour ist relativ einfach. Nepals Trekking-Routen reichen vom anstrengenden Spaziergang bis zur Hochgebirgstour unter extremen Bedingungen. Es gibt Literatur, in der die einzelnen Wege ziemlich genau beschrieben sind, so daß man sich bereits zu Hause vorbereiten kann. Die „Bibel“ der Nepalreisenden stammt von Ludmilla Tüting: „Nepal für Globetrotter mit Trecking-Führer“ aus der Reihe „Globetrotter schreiben für Globetrotter“, kostet 18 Mark und enthält zahlreiche Literaturhinweise.

Die besten Jahreszeiten fürs Trekking sind Frühling und Herbst; dann hat man fast immer gute Fernsicht und das Klima ist angenehm mild. Bei der Ausrüstung ist zu berücksichtigen, in welche Höhen man kommt. Ab 2500 Meter kann es plötzlich sehr kalt werden, dafür gehört warme Kleidung in den Rucksack.

Bevor man losmarschiert, muß man sich in der Hauptstadt Katmandu beim Immigration Office (Einwanderungsbüro) ein Trekking-Permit (eine Wandererlaubnis) besorgen. Dazu gibt man an, welche Routen man wann begehen will, legt zwei Paßphotos bei und bezahlt pro Wanderwoche etwa 12 Mark. Für Nepal, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, sind diese Permits eine wichtige Einnahmequelle und werden darum unterwegs an verschiedenen Checkpoints kontrolliert.

Wer noch nie in Nepal gewandert ist, sollte für den Anfang eine weniger schwierige aber viel begangene Route wählen. Viel begangen bedeutet keineswegs, daß der Weg etwa so überlaufen wäre wie beliebte Alpenpfade. Wir sind auf der meistbegangenen Tour überhaupt, dem Jomosom-Trek in Westnepal, oft stundenlang keinem anderen Wanderer begegnet.

Vorteil der vielbegangenen Routen: Sie sind leicht zu finden. Schließlich gibt’s im Himalaya keine Wegzeichen, und die Wanderkarten, die man in Katmandu kaufen kann, sind recht ungenau. Außerdem entsprechen Unterkunft und Verpflegung entlang dieser Wege noch am ehesten mitteleuropäischen Vorstellungen. Von seinen herkömmlichen Komfort- und Hygieneansprüchen muß man trotzdem gewaltige Abstriche machen.

Entlang der Treks gibt es inzwischen schon sogenannte Lodges mit Doppelzimmern und selbstgeschreinerten Betten, während man in weniger besuchten Gebieten normalerweise in einem Gemeinschaftsraum und, wie die Einheimischen selbst, auf dem Fußboden schläft. Ein Schlafsack gehört jedenfalls unbedingt zur Ausrüstung.