Die Sparkassen haben oft beklagt, daß im Zentralbankrat kein Mann – und auch keine Frau – aus ihrem Lager sitzt. Nun ist zwar so bald keine Gelegenheit, einen der ihren in das höchste währungspolitische Gremium der Bundesbank zu bringen, weil es dort keine Vakanzen gibt. Aber die öffentlichrechtlichen Kreditinstitute möchten offenbar den ersten Schritt vor dem zweiten tun; und deshalb haben die Sparkassen schon einen Mann ausgesucht, der im Ernstfall präsentiert werden könnte: Walther Zügel, Vorsitzender des Vorstands der Landesgirokasse Stuttgart.

Zügel gilt als wirtschaftspolitisch versiert, Gebt den öffentlichen Auftritt und ist im Sparkassenlager überall bekannt – obwohl er selbst nur einer einfachen Sparkasse vorsteht und nicht, wie der Name "Landesgirokasse" suggeriert, einer Girozentrale.

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Nicht einmal zwanzig Minuten dauerte der erste Prozeßtermin vor dem Hamburger Landgericht. Doch wenn die Taktik der Beklagten, der Metro-Großhandels-Gesellschaft in Hamburg-Rahlstedt, aufgegangen wäre, dann wäre damit schon der ganze Prozeß zu Ende gegangen (ZEIT Nr. 16). Denn die Firma, so verkündete der Metro-Anwalt, befinde sich ohnehin in Liquidation und werde durch eine andere Metro-Gesellschaft weitergeführt. "Ein glattes Ausweichmanöver", wie der Kläger, der Hamburger Verein für Lauteren Wettbewerb, kommentierte.

Genutzt hat diese juristische Finte der Metro denn auch bisher nichts. Denn Richter Deutsch zeigte sich durchaus gewillt, "endlich in der Sache zu entscheiden". Der Wettbewerbsverein, hinter dem Einzelhandelsverbände und einzelne Firmen stehen, möchte nun im dritten Anlauf endlich dem Großhändler seine umfänglichen Einzelhandelsgeschäfte untersagen lassen. Nach einigen wichtigen Grundsatzurteilen des Bundesgerichtshofs (BGH) scheint das auch möglich. Obwohl sich eine Firma durch Liquidation nicht aus dem Geschäftsleben davonstehlen kann, möchte der Hamburger Wettbewerbsverein die Auflösung indes noch verhindern: Der Löschung soll widersprochen werden.

"Wahrscheinlich" sei, so Geschäftsführer Bernhard Wischmeier, die LBS Immobilien GmbH "der größte Makler in der Bundesrepublik". Da Wischmeier sich dieser Sache aber nicht so ganz sicher war – "die Daten dafür sind äußerst schwierig zu rekonstruieren" –, beschied er sich schließlich mit der Formulierung, sein Unternehmen sei der größte Makler zwischen Rhein und Weser.

Denn dort ist die Tochtergesellschaft der Westdeutschen Landesbank unbestritten die Nummer eins – mit immerhin 4120 vermittelten Kaufobjekten im Wert von 886 Millionen Mark im vergangenen Jahr. Hatte die West LB schon daran Freude, so muß ihr das Herz jetzt noch höher schlagen. Denn im ersten Quartal 1983 hat die Immobilientochter das Volumen der vermittelten Objekte um nicht weniger als 69 Prozent auf 334 Millionen Mark gesteigert.