An Südtirols Hotel- und Gasthoftüren werden bald die Sterne prangen: Von der bisherigen Einteilung nach Kategorien wird auf die internationale Sternchenordnung umgestellt.

Waren bisher die Hotels unterteilt nach Kategorien von I bis IV, wobei I die beste war, so sollen nun Sternchen den Standard signalisieren. Vor zwei Jahren begann die Aktion mit dem "Landesgesetz vom 18. Juni 1981 Nr. 15", am 1. Januar dieses Jahre trat das Gesetz in Kraft, innerhalb der nächsten zwei Jahre müssen die Sternchen am Hotel montiert sein.

Um ihre Zahl zu ermitteln, wurden an die Beherbergungsbetriebe detaillierte Fragebogen verteilt, nach einem Punktesystem wurde der Standard errechnet. 30 Punkte ergeben einen Stern, 80 Punkte zwei Sterne, 130 Punkte drei Sterne, 190 Punkte vier Sterne und 240 Punkte schließlich fünf Sterne.

Punkte brachte zum Beispiel, wie das Zimmer ausgestattet ist, ob mit Dusche, Telephon und Radio, wie oft die Wäsche gewechselt wird, wie lange die Bar geöffnet hat oder wieviel Personal im Betrieb arbeitet, wobei Familienmitglieder aber nicht als Personal zählen. Damit ein Hotel drei Sterne erhaschen kann, muß in jedem Zimmer ein Telephon sein, vier Sterne gibt es nur für ein Haus, das einen Nachtportier hat, bei zwei Sternen muß es neben dem Restaurant noch eben Aufenthaltsraum geben. Die Küche jedoch wird nicht bewertet.

Als Hotel gilt ein Haus erst, wenn es unter anderem vierzig Betten hat und 80 Prozent der Zimmer mit Dusche und WC ausgestattet sind.

Fertiggestellt sind bereits die einheitlichen Sternchenschilder, bis sie alle angebracht sind, wird jedoch noch einiges Wasser die Etsch hinunterfließen.

Immerhin wollen nun aber auch andere Fremdenverkehrsregionen wie die Lombardei und Umbrien dem Vorbild der Provinz Bozen folgen und von Kategorien zu Sternen wechseln. put