Der Dollar ist noch immer sehr fest. Sein Kurs läßt sich auch durch Dollarverkäufe auf den Devisenmärkten nicht drücken, darüber waren sich die Finanzminister und Notenbankpräsidenten aus den sieben Gipfelländern einig, die sich am letzten Wochenende zur Vorbereitung des Weltwirtschaftsgipfels in Washington getroffen haben.

Der Höhenflug des Dollars wäre nur durch niedrige amerikanische Zinsen zu bremsen, auch darüber bestand Einigkeit. Aber niemand konnte da Hoffnung verbreiten. Die gewaltigen Budget-Defizite stehen einer Zinssenkung im Wege. Der Dollarkurs wird sich auch trotz eines erwarteten Defizits von 25 Milliarden Dollar in der US-Leistungsbilanz nicht ändern: Es wird durch Kapitalzuflüsse kompensiert, die von den hohen Zinsen angelockt werden.

Die Kehrseite des US-Defizites sind Überschüsse in Japan (etwa 17 Milliarden Dollar) und in der Bundesrepublik (acht bis zehn Milliarden Dollar). Nach Adam Riese müßten Yen und Mark fester werden. Aber auch diese Bewegung wird von der Zinsdifferenz konterkariert. Das Geheimnis der schwachen Mark sind die hohen US-Zinsen. R. H.