Anlagefehler in den USA

Im Prozeß gegen den Anlagepromotor Greichgauer, dem vorgeworfen wird, seine Kunden beim Erwerb von Immobilien in den USA betrogen zu haben, kristallisieren sich nach Beobachtungen der USA-Immobilien-Analyse, Bad Homburg, Fehler heraus, die oftmals von Käufern amerikanischer Immobilien gemacht werden. Danach läßt sich der Investor zu sehr von der Substanz der Gebäude beeindrucken und kümmert sich zu wenig um den Ertrag. Aus falscher Sparsamkeit verzichtet er auf einen Makler oder eigenen Anwalt. Oftmals begnügt er sich mit der Beratung von Experten, die von der Gegenpartei gestellt werden und kostenfrei sind. Verdächtig ist immer, wenn Bargeldzahlungen verlangt werden; denn das ist bei Immobilientransaktionen absolut unüblich. Leichtfertigerweise wird auf die Nachprüfung vorgelegter Einnahmen- und Ausgabenrechnungen durch eigene Sachverständige verzichtet. Viele Käufer lassen sich von der oftmals nur vorgespiegelten Größe der Verkaufsorganisation beeindrucken.

Zinsen steigen

Der Bund sah sich auf Grund steigender Kapitalmarktzinsen gezwungen, die Renditen seiner Bundesobligationen weiter von 7,10 auf 7,20 Prozent heraufzusetzen. Einjährige Finanzierungsschätze bringen jetzt 5,10 (5,04) und zweijährige 6(5,76) Prozent.

Hohe Zinsen aus Dänemark

Obwohl auch in Dänemark die Zinsen ins Rutschen gekommen sind, bieten dänische Banken für Spargelder noch hohe Renditen. Das "Dan-Zertifikat" der Jyske Bank in Kopenhagen wird im ersten Jahr mit neun Prozent verzinst, im letzten, dem sechsten Jahr mit 16 Prozent. Nach sechs Jahren hat sich das Kapital praktisch verdoppelt. Während der sechsjährigen Anlageperiode kann das Zertifikat – so sichert die Bank zu – jederzeit zurückgegeben werden, und zwar ohne vorherige Kündigung. Dann erhält der Besitzer die investierte Einlage sowie den aufgelaufenen Zinsertrag ausgezahlt. Auf die Zinsen werden in Dänemark keine Steuern erhoben. Der Nachteil: Das Dan-Zertifikat lautet auf dänische Kronen, es unterliegt also dem Währungsrisiko. Experten schätzen es aber weniger hoch ein als noch vor einigen Jahren, weil auch in Dänemark die Inflationsbekämpfung Fortschritte macht und eine Haushaltspolitik betrieben wird, die auf Konsolidierung ausgerichtet ist.

Gold mehrwertsteuerfrei

Steht der Goldpreis vor der "Explosion"? Eine Möglichkeit, die von Experten zumindest nicht ausgeschlossen wird. Die Union Investment GmbH beurteilt deshalb die Aussichten ihres "Goldfonds" (Unispecial I), der hauptsächlich in Goldminenaktien anlegt, als günstig. Wer sich direkt in Gold engagieren will, kann sich in der von der Commerzbank herausgegebenen Broschüre über "Möglichkeiten einer Goldanlage" orientieren. Darin sind auch die Länder aufgeführt, in denen Goldmünzen, sofern sie gültige Zahlungsmittel sind, von Ausländern noch mehrwertsteuerfrei erworben werden können. Das ist ohne Einschränkungen in England und Luxemburg möglich. Aberauch in Österreich, falls es sich nicht um Nachprägungen österreichischer Münzen handelt. Belgien erhebt eine einprozentige Steuer auf den Erwerb von Goldmünzen, die Niederlande vier Prozent. Werden im Ausland gekaufte Münzen in die Bundesrepublik gebracht, wird auf sie eine dreizehnprozentige Steuer erhoben.