22. April: In einer spektakulären Pressekonferenz präsentiert die Oberpostdirektion (OPD) München das unter geheimnisvollen Umständen aufgetauchte Telephonbuch 25 (Ortsteil München), das sämtliche Telephonnummern der Münchner Fernsprechteilnehmer enthält. – "Es handelt sich um ein einzigartiges Ereignis in der Geschichte des Telephonbuchs", erklärt ein Sprecher der OPD München, "damit werden alle bisher erschienenen Telephonbücher zu Makulatur." –

23. 4.: Der renommierte englische Telephonbuchhistoriker Trevor-Roper bestätigt nach Prüfung von sieben Seiten der P-Namen die Echtheit des Telephonbuchs 25.

25. 4.: Die OPD München weigert sich, Hinweise auf die Herkunft des Telephonbuchs 25 zu geben, um ihre Exklusivrechte an dem Buch nicht zu gefährden, aber auch um Mittelsmänner zu schützen. Angeblich soll die Post für die Beschaffung des Telephonbuchs 25 eine Millionensumme gezahlt haben.

26. 4.: Gerüchteweise verlautet, das Telephonbuch 25 enthalte bisher unbekannte, geheime Nummern und stamme aus dem Osten, wo man sich von der Veröffentlichung gerade im Bayern des F. J. Strauß eine destabilisierende Wirkung erhoffe.

27. 4.: Der Telephonbuchexperte David Irving äußert Zweifel an der Echtheit des Telephonbuchs 25 und bezieht sich dabei auf die kaum lesbare Schriftgröße der Buchstaben.

28. 4.: Die Experten Prof. Jäckel und Maser vermuten, daß Teile des Bandes L-Z gefälscht sind und weisen auf die Fehlschreibung des Namens Gruselick (statt Gruselig) hin.

29. 4.: In der Öffentlichkeit wird die Forderung nach einer Materialprüfung erhoben. Papierexperten behaupten, das Papier des Telephonbuchs 25 werde schon seit 12 Jahren für den Druck von Telephonbüchern nicht mehr verwendet. Klärend wäre auch eine chemische Untersuchung der gelben Einbandfarbe.