Nach fast elf Jahren wird der Gewerkschaftsbankier Walter Hesselbach am 14. Juli dieses Jahres sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa abgeben und aus dem Aufsichtsgremium ausscheiden.

Mit Hesselbach scheiden drei weitere Aufsichtsratsmitglieder aus: Der Bankier Friede! Neuber von der Westdeutschen Landesbank, Post-Staatssekretär Elias und Wolfgang Vaerst, der ehemalige Präsident der Bundesbahn.

Das Ausscheiden Hesselbachs war nach den Auseinandersetzungen um das Ausscheiden von Herbert Culmann als Vorstandsvorsitzender der Lufthansa nur eine Frage des Zeitpunkts. Es ergibt sich nun logisch und unauffällig aus dem Wechsel von einer SPD/FDPzu einer CDU/CSU/FDP-Bundesregierung, die als Großaktionär den maßgebenden Einfluß hat.

Unklar ist bislang, ob in der Kontinuität wieder ein Bankier – AR-Neuling Gerd Lausen von der Schleswigholsteinischen Landesbank – Aufsichtsratsvorsitzender wird oder eine politische Lösung – Franz Josef Strauß – in Frage kommt. Vor Hesselbach hatte Hermann J. Abs von der Deutschen Bank das Amt inne.

Neu vertreten ist das Bundeswirtschaftsministerium mit Staatssekretär Otto Schlecht und die Dresdner Bank mit Wolfgang Leeb.

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