In der DIE ZEIT Nr. 23/1983 vom 3. 6. 1983 lassen Sie in dem ZEIT-Gespräch Herrn Paul Wunderlich zu Wort kommen mit einer Reihe von Behauptungen, die mich betreffen und die einer Richtigstellung bedürfen:

1. Herr Wunderlich bezeichnet mich als „Glasschleifer“. Richtig ist, daß ich eine Ausbildung als Glasgraveur habe. Daran anschließend studierte ich an der Akademie der Bildenden Künste in Wien Bildhauerei von 1965-67 als Meisterschüler bei Prof. Wotruba und von 1967-72 als Meisterschüler bei Prof. Avramidis.

2. Herr Wunderlich behauptet, ich hätte gegenüber dem Spiegel die Aussage „widerrufen“, er habe nie eine Plastik modelliert. Richtig ist, daß ich eine derartige Feststellung niemals getroffen und dieses dem Spiegel gegenüber in einem Leserbrief klargestellt habe.

3. Herr Wunderlich behauptet, ich werde wie jeder seiner Assistenten im Werkverzeichnis genannt. Richtig ist, daß ich niemals Assistent von Herrn Wunderlich gewesen bin, sondern die von Herrn Wunderlich in Auftrag gegebenen Arbeiten in meinem eigenen Bildhaueratelier ausgeführt habe. Ein veröffentlichtes Werkverzeichnis von Herrn Wunderlich, in dem ich genannt werde, gibt es nicht.

4. Herr Wunderlich behauptet, er habe mir samt dem Rehschädel Zeichnungen seitlich und von vorn übergeben, wonach ich zusammen mit seinen ganz minuziösen Angaben ein dreidimensionales Ding anzufertigen hatte, das so bis ins Detail beschrieben gewesen sei, daß mir nicht ein Millimeter Raum geblieben sei, irgend etwas anderes zu machen. Richtig ist, daß mir Herr Wunderlich bezüglich dieses Objekts neben dem Rehschädel lediglich eine Zeichnung in Seitenansicht übergeben hat.

Günther Stimpfl, Hamburg