Daß Schleswig-Holstein nicht nur meerumschlungen, sondern auch kinderfreundlich ist, soll die dieser Tage angelaufene Aktion „Herzlich willkommen, König Kind“ unter Beweis stellen.

Schon einmal hatte Deutschlands nördlichstes Bundesland sich speziell seinen kleinen Feriengästen gewidmet: beim 1974 ins Leben gerufenen „Jahr der Knirpse“. Von den Verbesserungsvorschlägen blieben freilich nur der sattsam bekannte „Kinderteller“ und mancherorts eine Kindertante zum Babysitten übrig.

In diesem Jahr sollen die Freundschaftsbeweise handfester sein. Zu dem vom Verkehrsverband herausgegebenen „Kinderpaß“, der Freikarten und Ermäßigungsscheine für touristische Einrichtungen enthält, steuerten rund 70 Feriengemeinden noch zusätzlich kleine Scnmankerln bei. Da dürfen in Malente Mini-Urlauber kostenlos Minigolf spielen, in Friedrichstadt umsonst auf den Grachten schippern und in List auf Sylt preiswert Schwimmen lernen. Das Nordseebad St. Peter-Ording spendierte gar einen Freiflug nach Helgoland, der aber nur in Begleitung eines „ordnungsgemäß bezahlenden Erwachsenen gut.

Der Kinderpaß selbst gestattet den Königen auf Zeit beispielsweise, umsonst mit der Schönberger Museumsbahn zu fahren, zu Sonder-Eintrittspreisen die Segeberger Kalkberghöhlen zu besichtigen oder für 50 Pfennig das Freilichtmuseum in Kiel-Molfsee zu besuchen. Sogar über die Landesgrenzen hinaus reicht die neu entdeckte Liebe zum Urlaubskind: Das Legoland im dänischen Billund steuerte ebenso eine Freikarte bei wie das Delphinarium im Hamburger Tierpark Hagenbeck.

Das Heftchen, dessen Herstellung unter anderen die Bundesbahn und der Sparkassenverband mitfinanziert haben, gibt es für Kinder bis zu zwölf Jahren bei der Anmeldung am Urlaubsort. Auskünfte erteilt der Fremdenverkehrsverband Schleswig-Holstein (Niemannsweg 31, 2300 Kiel). Brigitte Wolter