Zum dritten Mal in zwei Monaten rief die soziale Oppositionsbewegung zum Tag des nationalen Protests gegen den chilenischen Diktator Pinochet auf.

Auf den gescheiterten Generalstreik nach dem zweiten Protesttag im Juni reagierte die Regierung in Santiago mit zahlreichen Verhaftungen von Gewerkschaftsführern, aber auch von Politikern der Opposition.

Gegen die Verhaftung dreier führender Christdemokraten protestierten ausgerechnet am „Protesttag“ jetzt die Regierungen der USA, Spaniens und der Bundesrepublik. Pinochets Außenminister Schweitzer sprach dagegen von einer „Angelegenheit der Justiz, nicht der Regierung“.

Über 300 prominente Persönlichkeiten warfen dem Präsidenten öffentlich „Machtmißbrauch“ vor. Die Protestaktionen in dieser Woche, gegen die sich Pinochets Regime mit der Verhängung einer abendlichen Ausgangssperre zu wehren versuchte, bewies erneut die Brüchigkeit des wirtschaftlich und politisch ruinierten Regimes des Generals. Gi