Auf die Steuern achten

Die Banken wundern sich zunehmend darüber, daß die Kunden bei der Anlage in festverzinslichen Wertpapieren den Steuergesichtspunkt nicht berücksichtigen. So werden bedenkenlos achtprozentige Bundesobligationen gekauft, die zur Zeit eine Rendite von acht Prozent bringen. Bei einem Einkommensteuersatz von 50 Prozent in der Spitze (er ist heute schnell erreicht) halbiert sich die Rendite nach Steuern auf vier Prozent. Wer indessen sechsprozentige Kommunalobligationen 331 der Deutschen Pfandbrief-Anstalt zum Kurs von 93,50 Prozent erwirbt, die am 1. Januar 1988 getilgt werden, kann sich nach Berechnung der Vereins- und Westbank in Hamburg vor Steuern eine Rendite von 7,77 Prozent ausrechnen. Bei einer Spitzenbelastung von 50 Prozent vermindert sie sich wegen des steuerfreien Rückzahlungsgewinns auf 4,57 Prozent.

Hypothekenzinsen werden angepaßt

Die seit einiger Zeit wieder steigenden Zinsen haben auch die Hypotheken verteuert. So bietet jetzt die Deutsche Siedlungs- und Landesrentenbank in Bonn Hypotheken-Darlehen mit einem Zinssatz von 8,75 Prozent bei fünfjähriger Zinsbindung zum Auszahlungskurs von 99,50 Prozent an. Bei zehnjähriger Zinsbindung zu 98,75 Prozent. Diese Sätze gelten für Wohnobjekte. Bei der Finanzierung von Altbauten werden unter Umständen Zuschläge berechnet.

Zweistellige Renditen bei Exoten

Hohe Renditen lassen sich weiterhin bei den auf Mark lautenden Anleihen der in Zahlungsschwierigkeiten geratenen lateinamerikanischen Staaten ausrechnen. So bringt die 9 1/2 prozentige Brasilien-Anleihe aus dem Jahre 1980 bei einem Kurs von 87 Prozent eine laufende Verzinsung von 10,63 Prozent. Die Rendite auf Endfälligkeit im Jahre 1988 berechnet würde sich auf 12,96 Prozent stellen, wenn bis dahin das Land Brasilien seinen Zins- und Tilgungsverpflichtungen pünktlich nachkommt.

Freiwillige Beiträge werden teurer