Domestiziert?

Die Katze, das mythische Wesen schlechthin, hat den Menschen in seinem Drang, sie zu ergründen und für immer zu zähmen, stets frustriert – und damit zu neuen Anläufen gereizt. Von einem davon, einer Feld-Studie im wörtlichen Sinn, berichtet die Forschungen jeglicher Fachrichtung sorgfältig nachspürende Neue Zürcher Zeitung.

Im Schweizer Bergnest Hirzel werden unter Anleitung des Amerikaners Dennis C. Turner Studenten und Assistenten, ausgerüstet mit Tonband- und Datenerfassungsgeräten, den samtpfötigen Jägern in Wald und Flur auf der Fährte zu bleiben versuchen. Der Klärung harren Fragen wie: Warum, wie oft und wo jagt die Katze und wie geduldig zeigt sie sich dabei? Welche Beute bevorzugt sie? Das Forschungsziel verrät, „wie wenig belegtes Wissen über diese domestizierte Raubtierart vorliegt“. Sodann gilt es, Neues über die „Mensch-Katze-Interaktion“ in Erfahrung zu bringen: Wie oft und womit werden die Katzen gefüttert, wie oft gestreichelt?

Laut NZZ sind Team und Projekt von der Bevölkerung (nach anfänglichem Zögern) „mit Begeisterung aufgenommen“ worden. Ob dies so bleibt, mag dahinstehen: Im kommenden Winter, wenn die Hirzeier Katzen lieber auf der Ofenbank schnurren anstatt draußen zu räubern, wird nämlich der delikateste Abschnitt des auf zwei Jahre konzipierten Projekts in Angriff genommen: Unterschieae zwischen dem Verhältnis, das ein Deutschschweizer zu seiner Katze unterhält, und demjenigen eines Welschen und eines Tessiners. Möglich, daß das ethnische Gleichgewicht in Hirzel daraufhin in ernsthafte Gefahr gerät.

Ich bin gerne Deutscher!

Dieter Thomas Heck, Moderator der ZDF-Hitparade, rührt gern für die CDU die Werbetrommel, denn er liebt das Positive. Vorbilder für ihn sind Konrad Adenauer und der Fußballspieler Karl-Heinz Rummenigge, weil dieser jemand ist, „der bis zum Umfallen zu seiner Mannschaft steht“. „Wir müssen einfach wieder zum Positiven kommen“, erklärt der stimmgewaltige Moderator gegenüber der wochenzeitung Rheinischer Merkur und fährt fort: „Ich habe vom lieben Gott etwas Wichtiges mitbekommen: eine Stimme, an der man mich sofort erkennt. Ich habe mich vom ersten Tag an rückhaltlos für Deutschland und für den deutschen Schlager eingesetzt. Man muß immer eine klare Linie haben, ob in der Politik, im Sport oder im Show-Geschäft. Und dann: zu einer Sache stehen, auch wenn sie mal eine schwache Phase hat. Ich habe viel gelernt von Peter Frankenfeld, der mich entdeckt hat. Von ihm habe ich vieles aufgesogen: wie er was gemacht hat, wie er gelebt hat – seine Arbeitswut.

Unsere Jugend ist zu sehr an den englischen Schlager gewöhnt worden. Wenn ein Junge heute eine Platte von Udo Jürens zu Hause hat, traut er das seiner Freundin nicht zu sagen: Da fliegt mir doch die Brille weg, wenn ich so was höre und sehe. In dieser Beziehung haben wir die nationalsozialistische Vergangenheit lebenslang. Aber wir können doch deswegen nicht alles Deutsche verdammen. Wir müssen zu einem nationalen Denken kommen. Ich bin gerne Deutscher“.