1. Vorteilsannahme. Ein Amtsträger läßt sich einen Vorteil versprechen oder nimmt ihn an. Als Gegenleistung nimmt er eine Diensthandlung vor, die dem anderen zugute kommt, Das Tun des Amtsträgers ist nicht pflichtwidrig, aber es ist durch den Vorteil motiviert. Strafrahmen: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. Paragraph 331.

2. Passive Bestechung. Wie Vorteilsannahme, nur ist hier die Gegenleistung des Amtsträgers pflichtwidrig. Kern ist eine Unrechtsvereinbarung zwischen Besteeher und Bestochenem, die stillschweigend getroffen werden kann. Strafrahmen: Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Paragraph 332.

3. Vorteilsgewährung. Ein Außenstehender bietet oder gewährt einer Amtsperson einen Vorteil für eine pflichtgemäße Diensthandlung. Spiegelbildliche Vorschrift zur Vorteilsannahme. Strafrahmen: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. Paragraph 333.

4. Aktive Bestechung. Ein Außenstehender bietet oder gewährt einer Amtsperson einen Vorteil für ein pflichtwidriges Tun. Spiegelbild zur passiven Bestechung („Bestechlichkeit“). Strafrahmen: Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Paragraph 334.