Über Repression, Folter und Mord auf Kuba

Von Armando Valladares

Im Dezember 1960 wurde ich von der politischen kubanischen Polizei verhaftet. Ich hatte keinerlei Verbrechen oder Vergehen begangen. Die Durchsuchung meiner Wohnung hatte ebenfalls nichts ergeben: keine Sprengstoffe, keine Waffen, keine kompromittierenden politischen Dokumente. Trotz fehlender Beweise erklärten mich die Vernehmungsoffiziere zum potentiellen Feind der Revolution.

Der wirkliche Grund für meine Verhaftung war die Tatsache, daß ich meine Freunde und Landsleute ständig gewarnt hatte vor der Gefahr eines kommunistischen Übergriffs auf unser Land. Weil ich von meinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht habe, weil ich meine Gedanken ausgesprochen habe, habe ich zweiundzwanzig Jahre in politischen Gefängnissen verbracht. Weil ich nicht bereit war, diese Meinung zu widerrufen, wurde ich systematisch mißhandelt, in Isolationshaft genommen und physisch und psychisch gefoltert. Meine Seele und meine Hände tragen noch die Spuren davon. Ich habe mitangesehen, wie meine Freunde gefoltert wurden, ich war gleichzeitig Zeuge und Opfer eines unbarmherzigen und brutalen Strafsystems.

Seitdem Castros Truppen im Jahr 1959 die Macht übernommen haben, herrscht in Kuba das Standrecht. Die Macht des Staates ist nicht genau abgegrenzt. Die kommunistische Verfassung von Kuba, die seit 1976 in Kraft ist und für alle lateinamerikanischen Marxisten ein Modell darstellt, bestimmt in ihrem Paragraphen 52, daß „die Bürger im Rahmen der sozialistischen Gesellschaftsordnung über Rede- und Pressefreiheit verfügen. Diese Freiheit wird garantiert durch die Tatsache, daß die Presse, der Rundfunk, das Fernsehen, das Kino und andere Massenkommunikationsmittel Eigentum des Staates und der Gesellschaft sind, daß sie niemals in Privateigentum übergehen können und auf diese Weise immer die Interessen der arbeitenden Bevölkerung und der Gesellschaft vertreten“. Es gibt daher keinerlei Rechte, die im Gegensatz zu den Weisungen der Regierung stehen.

In Kuba wurden praktisch alle Menschenrechte unterdrückt: die Redefreiheit, die Gedankenfreiheit, die Religions- und Versammlungsfreiheit, das Recht eine unabhängige Partei oder Gewerkschaft zu gründen, ja sogar das Recht, das Gefängnis nach verbüßter Strafe zu verlassen.

Seit einem Vierteljahrhundert regiert in Kuba eine unerbittliche und brutale Diktatur, die von Panzern, Bajonetten und der Furcht vor der politischen Polizei beherrscht wird. Die Bilanz dieser Unterdrückung wiegt schwer: Tausende und Abertausende von exekutierten Menschen, weiter Zehntausende von politischen Gefangenen. Und beinahe zwei Millionen Verbannte.

Das kommunistische Regime hat uns die Sechs-Tage-Woche gebracht und dadurch die Fünf-Tage-Woche aufgehoben, die von kubanischen Gewerkschaften erkämpft worden war. Seitdem arbeitet die Bevölkerung Kubas sechs Tage in der Woche und opfert ihren Sonntag der „freiwilligen Arbeit“. Jedem Kubaner, der diese „freiwillige Arbeit“ ablehnt, wird „Mangel an revolutionärer Gesinnung“ vorgeworfen, und er muß mit Repressalien wie öffentlicher Demütigung und Entlassung rechnen. Im übrigen verlangen viele Fabriken und sogar Baustellen von ihren Arbeitern und Angestellten einen Zehn-, Zwölf-, ja sogar Vierzehn-Stunden-Tag.

Das Strafsystem

Etwa 140 000 politische Gefangene und Strafgefangene leben in den Gefängnissen. In den 17 kubanischen Provinzen gibt es 68 Strafanstalten. Dazu gehören noch Straflager und Konzentrationslaer, so daß man auf über 100 Strafanstalten kommt.

In der Provinz Havanna beispielsweise, in der vor zwei Jahren 48 000 Gefangene zwei Millionen Einwohnern gegenüberstanden, gibt es Gefängnisse wie das „Combinado del Este“, wo ich inhaftiert war, das zeitweise bis zu 13 500 Gefangene zählte. Im Gefängnis von La Cabaña sind 3500 bis 4000 Menschen gefangen, im Gefängnis „Del Morro“ 2500 bis 3000, in Guanajay 3000 bis 3500 und schließlich im Frauengefängnis „Nuevo Amanecer“ (Neue Morgendämmerung) sind nahezu 4000 Kubanerinnen inhaftiert.

Zusätzlich zu den geschlossenen Gefängnissen gibt es Konzentrationslager mit Baracken und Stacheldraht, die von Wächtern mit Maschinenpistolen bewacht werden, und die mit Suchscheinwerfern und Spürhunden ausgestattet sind. Dazu gehören die Lager „Melena 1“, „Melena 2“, „Quivicán“ und „Valle Grande“, das größte auf der Insel, das vor eineinhalb Jahren auf der Straße, die Pinar del Rio mit Havanna verbindet, gebaut wurde. Es gibt auch ein Konzentrationslager für Heranwachsende, „L’Arcoiris“ (Regenbogen), und ein anderes für Knaben, das „Vida Nueva“ (Neues Leben).

Die geschlossenen Gefängnisse ähneln im wesentlichen den Konzentrationslagern, aber sie sind nicht von Stacheldraht umgeben. Schließlich gibt es sogenannte „frentes abiertos“, das sind Gruppen, die aus Gefangenen bestehen, die nur zu kurzen Strafen verurteilt sind oder bald entlassen werden: Diese Gefangenen sieht man auf der ganzen Insel beim Straßenbau, beim Bau von Schulen, Stallungen und Wohnungen. Die Touristen, die diese Leute oft bei der Arbeit beobachten können, haben keine Ahnung davon, daß es sich um Gefangene handelt, die die „politische Rehabilitation“ akzeptiert haben. Allein die Provinz Havanna besitzt sechs „frentes abiertos“.

Was mich anbetrifft, so habe ich die längste Zeit meiner Inhaftierung in streng abgesicherten Gefängnissen verbracht, zuerst im Gefängnis von La Cabaña, wo ich im Januar 1961 eingeliefert wurde und wo die politischen Häftlinge aus der gesamten Provinz Havanna hingerichtet wurden. Der Exekutionspfahl wurde in den zweihundertjährigen Gemäuern errichtet, und die Schüsse des Hinrichtungskommandos vermischten sich Nacht für Nacht mit den Schreien „Es lebe Christus, nieder mit dem Kommunismus“ der Verurteilten vor ihrem Tod. Ab 1963 wurden sie geknebelt.

Im Gefängnis von La Cabaña blieb ich nur einige Tage, dann wurde ich auf eine Insel transportiert, die im Süden von Kuba liegt und die den Namen Isla de Pinos (Pinieninsel) trägt; es handelt sich in Wirklichkeit um die legendäre „Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson, die von den Kommunisten in das Sibirien des amerikanischen Kontinents verwandelt worden war. Sie haben daraus unter den gleichen Bedingungen, wie sie in den sowjetischen Straflagern unter Stalin herrschten, einen Verbannungsort gemacht für alle politischen Gefangenen, die zu Zwangsarbeit verurteilt worden waren. Dort hatte das Leben eines Gefangenen keinerlei Wert, ich habe gesehen, wie dort eine große Anzahl meiner Kameraden ermordet wurde. Der erste von ihnen war Ernesto Diaz Madruga, der von einem Verantwortlichen für die innere Sicherheit des Gefängnisses mit Bajonettstichen ermordet worden war.

So begann eine Schreckenskampagne, die im Tod und in der Verstümmelung von zahllosen Gefangenen mündete. Im April 1961 wurde in allen Gebäuden Dynamit gelagert, um uns im Falle einer Attacke auf Kuba zerfetzen zu können. Dreizehneinhalb Tonnen TNT in jedem Gebäude: Ich habe selbst eine der mörderischen Patronen in der Hand gehabt. Sie waren in Kanada produziert worden, zweifellos hatte Castro kein Vertrauen in die Wirksamkeit sowjetischen Sprengstoffs.

Ich habe lange Zeit auf den Feldern und in den Marmorsteinbrüchen gearbeitet. Es war mörderisch erschöpfend. Darüber hinaus waren wir der ständigen Brutalität der verantwortlichen Offiziere ausgeliefert. Einige Jahre später wurde ich in das Gefängnis von Boniato in der Provinz Oriente überführt. Dort waren alle Fenster und Türen mit Stahlplatten verschlossen. Die Folterer gingen von Zelle zu Zelle und verprügelten systematisch die Häftlinge, in der Hoffnung, daß sie zusammenbrechen würden.

Diese Zeit war eine der schlimmsten meines Lebens. Aber ich war nicht isoliert, ich fühlte mich weder allein noch verlassen, denn Gott war bei mir in diesem Kerker. Ich stand in direkter Verbindung mit ihm. Ich brauchte nur die Augen zu schließen, um mich mit Licht anzufüllen, um eine Sonne zu sehen, die niemand verschleiern konnte, und Horizonte, die keine Grenzen kannten. Diesen Zustand kann man nur durch Liebe erreichen, und diese Liebe ist Gott. Je mehr meine Kerkermeister mich haßten, je mehr sie mich schlugen, um so mehr füllte sich mein Herz mit christlicher liebe und Glauben. Ich habe sie niemals gehaßt und heute im nachhinein bete ich für sie, damit sie bereuen.

Einmal war es mir gelungen, mir eine kleine Bibel zu verschaffen, aber schließlich hatten die Bewacher sie entdeckt und sie voller Wut zerrissen.

Im August 1974, noch auf La Cabaña, gab man den Häftlingen sechsundvierzig Tage lang nichts zu essen. Sechs Gefangene, darunter auch ich, verließen dieses Martyrium in einem Rollstuhl. Jahrelang versagten sie uns jede medizinische Versorgung. 1976, nachdem amnesty international auf die kubanische Regierung Druck ausgeübt hatte, schickten die Militärs von La Cabaña einen Bericht an diese Organisation. Sie bestätigten darin, daß ich an einer „Polyneuropathie“ infolge von Mangelerscheinungen litt, was die Bewegungsfähigkeit meiner Arme und Beine einschränkte.

Vier Jahre lang versuchte ich völlig erfolglos, irgendeine medizinische Hilfe zu erhalten. 1979 jedoch kündigte Castro im Zuge einer neuen politischen Strategie mehrere Straferlasse an. Ich wurde in ein Zivilkrankenhaus gebracht, wo ich entsprechend behandelt wurde. Die Veröffentlichung meines Buches in Frankreich hatte jedoch zur Folge, daß die Behandlung abgebrochen wurde, und ich wieder ins Gefängnis kam, diesmal in das „Combinado del Este“‚ wo ich bis zu meiner Freilassung blieb. Die militärischen Repressalien dehnten sich auf meine Familie aus, die ständig bedroht wurde.

Im April 1981 wurde ich nach Las Celdas del Castigo gebracht, wohin damals 67 zum Tode Verurteilte geschickt wurden, die teils politische Häftlinge, teils Kriminelle waren. Ich habe Jugendliche und Arbeiter gesehen, die man zur Hinrichtung führte, weil sie sich – völlig friedlich – dem Regime widersetzt hatten. Vier Monate später waren nur noch 13 von ihnen am Leben.

Im August des gleichen Jahres ließen die Verantwortlichen einen Ort bauen, um mich in völliger Isolation halten zu können. Die Wände und Decken waren in blendendem Weiß gestrichen, und über meinem Kopf hatten sie zehn Neonröhren von etwa eineinhalb Meter Länge anbringen lassen. Sie brannten ständig, und ihr gleißendes Licht hat mein Sehvermögen für immer beeinträchtigt.

Neben meinem Verlies hatte man eine Kammer mit der notwendigen physiotherapeutischen Ausrüstung eingerichtet: Tische, Rollen, Laufhilfen etc., und sie begannen eine intensive Behandlung mit mir. Die Uberwachungsmaßnahmen waren streng und die Wächter speziell dafür ausgesucht. Die Regierung hatte meine Freilassung schon beschlossen. Castro hatte vor verschiedenen Botschaftern und Politikern, die sich mit meinem Fall befaßt hatten, erklärt, daß ich erst entlassen würde, wenn ich meine Beine wieder. gebrauchen könne. Die Verantwortlichen der politischen Polizei sagten mir oft, daß ich der einzige Gefangene sei, der Kuba nicht im Rollstuhl verlassen dürfe. Andere Häftlinge wurden unter diesen Umständen entlassen, und einige, die immer noch invalide sind, blieben in den Vereinigten Staaten.

Nach und nach erlernte ich wieder den Gebrauch meiner Glieder, und merkwürdigerweise bekam ich äußerst seltene Lebensmittel: einen Liter Milch pro Tag, Fleisch im Überfluß, Obst, Gemüse und so viele Vitamine und Mineralsalze wie nötig. Die Kommunisten bemühen sich immer, ihre Gefangenen vor der Entlassung aufzupäppeln.

Einige Monate später konnte ich auf den Gebrauch der orthopädischen Apparate verzichten, und ich begann, an den Geländern zu laufen, zu Anfang noch stolpernd, dann immer sicherer. Ich konnte niederknien, auf der Stelle treten, aber ich konnte immer noch nicht laufen, ohne mich festzuhalten, sonst fiel ich um. Die Spezialisten nennen dieses Phänomen „die Marschlinie verlieren“, und es stellt sich ein, wenn man lange Zeit auf engem Raum eingeschlossen war. Schon im Gefängnis von Boniato, wenn uns die Wärter in die Gänge hinausließen, nachdem wir mehrere Jahre in extrem engen Zellen gehaust hatten, liefen wir in S-Kurven wie Betrunkene.

In diesem Zustand blieb ich monatelang. Sie weigerten sich, mich außerhalb meiner Behandluneskammer laufen zu lassen. Später erfuhr ich, daß man diese Behandlung geheimhalten wollte, um einen Propagandaeffekt zu erzielen bei all denen, die mich schon im Rollstuhl herauskommen sahen. Sie würden nun zu ihrem größten Erstaunen sehen, daß ich normal laufen konnte. Ich wußte damals überhaupt nicht, daß diese Behandlung meine Befreiung zur Folge haben würde. Meine Isolation war total, ich vermutete, daß diese Situation auf einen Regierungsbeschluß zurückzuführen war, um damit einer Kampagne – deren Existenz ich vermutete – ein Ende zu machen, die verlangte, daß mir die nötige medizinische Pflege gewährt wurde.

Jede Woche erhielt ich Besuch von Offizieren der politischen Polizei, die mich glauben machten, daß kein Mensch mehr sich für mich interessiere, daß ich von allen verlassen sei und daß selbst meine Familie in Kuba bleiben wolle. Ich glaubte kein Wort davon, und ich zweifelte nicht an den Ausmaßen, die die Kampagne für meine Befreiung angenommen hatte. Die Rehabilitation ging weiter, aber nachdem die Übungen und Massagen etc. eingestellt worden waren, mußte ich mich wieder in meinen Rollstuhl setzen, um in meine Zelle zu gelangen oder um zur Toilette zu gehen.

Die kubanische Regierung hatte schon eine Diffamierungskampagne in die Wege geleitet, um mich in Verruf zu bringen, indem sie eine falsche Mitgliedskarte der politischen Polizei von Batista in Umlauf gebracht hatten – eine grobe Fälschung –, die mich als Folterer auswies. Bei meiner Befreiung konnte ich diese „Beweise“ mit Leichtigkeit widerlegen. Wenn ich ein folternder Polizist gewesen wäre, hätte mich Castro eigenhändig erschossen oder ins Gefängnis geschickt, sobald die Revolutionäre an die Macht gekommen wären, statt dessen war ich befördert worden, und im Augenblick meiner Verhaftung war ich Beamter der Regierung.

Das Kindergefängnis

Die Idee stammt von dem Psychologen Carlos de la Poza, der fand, daß die „soziale Rehabilitation“ der Jugendlichen durch Arbeit erfolgen sollte, was auf die Theorie des Russen Makarenko zurückgeht. Ein Pilotprojekt von fünf Lagern mit jeweils 200 Jugendlichen wurde eingerichtet. Die Minderjährigen sollten ihre Baracken eigenhändig bauen, ihre Mahlzeiten selbst anfertigen etc. Die Flucht von zahlreichen Jugendlichen brachte das Projekt zum Scheitern.

Danach beschloß man, die Kinder und Jugendlichen zur Arbeit in die Fabriken zu schicken, wie beispielsweise in das „Combinado del Lapiz“, nach Batabano in der Provinz Havanna, wo sie ihre Zeit unter anderem damit verbrachten, Kisten zu packen.

In Kuba werden die Minderjährigen für Vergehen eingesperrt, für die in den meisten anderen Ländern in der Regel keine Gefängnisstrafen verhängt werden. In Las Celdas del Castigo habe ich den zwölfjährigen Robertico getroffen. Nachts weinte er und rief nach seiner Mutter, er flehte darum, nach Hause zu dürfen. Um ihn zum Schweigen zu bringen, warfen ihm die Wächter Eisstücke und Flaschen ins Gesicht, oder sie schlugen ihn mit einem Tau. Ich selbst war Zeuge dieser Mißhandlungen. Robertico war zu einer Gefängnisstrafe bis zu seiner Volljährigkeit verurteilt worden. Er hatte auf dem Sitz eines parkenden Autos die Pistole eines Kommandanten des Innenministeriums entdeckt. Er hatte sie genommen und damit spielerisch in die Luft geschossen.

Bei seiner Ankunft im Gefängnis sperrte man ihn mit Kriminellen zusammen. Einige Tage später wurde er von vier Männern vergewaltigt und mußte ins Hospital geschickt werden. Bei seiner Rückkehr wurde er als „homosexuell“ eingestuft und in den speziellen Trakt für Homosexuelle verlegt. In der folgenden Zeit mußte er mehrfach ins Hospital gebracht werden, da er an einer Geschlechtskrankheit litt. Ich weiß, daß es in den kubanischen Gefängnissen viele Roberticos gibt.

Die religiöse Unterdrückung

In Kuba werden verschiedene Christen (die Zeugen Jehovas, die Adventisten, die Getreuen von Gédéon) verfolgt und als „Konterrevolutionäre“ angesehen. Während meiner Haft habe ich vier Zeugen Jehovas getroffen, einer davon war Felipe Hernandez, einer der Vorsitzenden dieser Vereinigung. Sie werden vermutlich noch heute im „Combinado del Este“ gefangengehalten. Die Zeugen Jehovas werden nach wie vor eingesperrt, und ihre Kirchen sind geschlossen. Ich habe auf der Insel Pinos mehrere protestantische Kirchen gesehen, die man zu Lagern für Düngemittel umfunktioniert hatte. Viele katholische Kirchen wurden geschlossen, so beispielsweise das Kloster von San Francisco, die Kirche von Villanueva, die Kirchen der katholischen Universität und viele andere.

Die traditionellen religiösen Zeremonien wurden verboten. Das Weihnachtsfest wurde aufgehoben, und selbst der kleinste Weihnachtsbaum galt als ein konterrevolutionäres Symbol. Nur wenige, meistens sehr alte Leute, gehen das Risiko ein, eine Kirche zu betreten.

Die Jungen, die zur Messe gehen, werden zu „Feinden der Revolution“ gestempelt und riskieren es, von der Universität exmatrikuliert zu werden. Alle Gläubigen, egal welcher Richtung, sind systematisch Opfer von diskriminierenden Maßnahmen. In der Haft habe ich einen Mann kennengelernt, der zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden war, weil er für seine Freunde und Kollegen Passagen aus der Bibel abgeschrieben hatte.

Es ist sehr schwierig, eine Bibel zu besitzen. Einmal hatte eine religiöse Gruppe aus Jamaica eine Sendung an Kuba geschickt. Diese Bücher wurden direkt vom Hafen von La Habanna aus per Lastwagen in eine Papierfabrik transportiert, und das Papier wurde nach der Wiederaufbereitung für die Herausgabe von Regierungsmitteilungen verwandt.

In Castros Gefängnissen hält man die Bibel für subversives Material. José Maria Rivero Diaz, ein protestantischer Prediger, wurde von einem Wächter bei der Lektüre der Bibel erwischt und daraufhin in seiner Zelle vom Gefängnisdirektor und von hohen Beamten brutal zusammengeschlagen. Danach war der Rücken von José Maria nur noch eine einzige blutige Wunde.

Die Religion ist aus den Gefängnissen verbannt. Auch am Tag ihrer Hinrichtung können die Gefangenen nicht den Beistand eines Priesters bekommen.

Die Familien der Gefangenen

Die nächsten Verwandten der Häftlinge dürfen kein Gesuch und keine Anfragen an die Behörden richten. Wenn sie Fragen stellen, werden sie von der politischen Polizei aufgesucht. Man läßt sie wissen, daß es verboten ist, sich nach einer Besuchsmöglichkeit zu erkundigen. Sie dürfen auch nicht mit anderen Familien von Häftlingen Kontakt aufnehmen: Wenn sich mehr als drei nahe Verwandte von Häftlingen treffen, werden sie wegen Verschwörung verfolgt. Die Familien von Gefangenen haben diskriminierende Maßnahmen zu erdulden und werden ständig vom Verteidigungskomitee und von der Polizei überwacht.

Im Mai 1979, nachdem ich mich geweigert hatte, einen Brief zu schreiben, in dem ich mich vom Inhalt meiner Bücher distanzieren sollte und mit dem ich diejenigen denunzieren sollte, die meine Gedichte veröffentlicht oder von meinem Fall im Ausland gesprochen hatten, wurde meiner Familie das Ausreisevisum verweigert, mein Schwager wurde aus dem Dienst entlassen, und man untersagte meinen entfernteren Verwandten und meinen Freunden, meine nächsten Angehörigen zu treffen. Jahrelang wurde meine Familie von der politischen Polizei buchstäblich gequält.

Der Hauptmann Manuel Blanco Fernandez von der politischen Polizei, Major Guido sowie Hauptmann Adrian und Hauptmann Beitran haben meine Mutter, die schon sehr alt ist, und meine Schwester brutal gequält. Eines Tages haben sie mit der Drohung, meine Schwester zu verhaften, meine Mutter gezwungen, mir zu schreiben, daß ich ein Feind aller Völker sei, daß ich die Isolation und die schlechte Behandlung verdiene und daß ich der Revolution dankbar sein könne.

Meine Schwester mußte Verhöre und Drohungen über sich ergehen lassen. Eines Tages erschien Hauptmann Blanco Fernandez bei ihr zu Hause und zeigte ihr ein Gerichtsurteil, wonach sie zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Meine Schwester war weder angeklagt noch vor Gericht gehört worden. Der Hauptmann befahl ihr, mit ihm ins Frauengefängnis zukommen. Dort blieb sie zwölf Stunden im Büro des Direktors: Angeblich waren noch einige Formalitäten zu erfüllen.

Diese ständigen Manipulationen dienten dazu, das seelische Gleichgewicht meiner Familie zu erschüttern. Sie hatten damit Erfolg: Meine Schwester, die heute in den Vereinigten Staaten lebt, ist in psychiatrischer Behandlung.

Die gefräßige neue Klasse

Die Regierungsmitglieder, das Zentralkomitee der Partei und die Offiziere der politischen Partei sowie alle Parteifunktionäre leben nicht wie das gemeine kubanische Volk. Sie bilden eine „neue Klasse“, eine wenig weitblickende, aber sehr gefräßige Konsumgesellschaft. Sie besitzen spezielle Gebäude, zu denen das gewöhnliche Volk keinen Zutritt hat. „Spezialgeschäfte“ bieten alle Produkte an, die man in westlichen Hauptstädten kaufen kann.

Am Anfang der Revolution hatte Castro versprochen, daß die Strände wieder zu Eigentum des Volkes werden würden. Nichts davon geschah. Der Club Biltmore beispielsweise, wo sich vor der Revolution die besitzenden Klassen versammelt hatten, ist heute ausschließlich reserviert für die Offiziere der politischen Polizei und die hohen Beamten des Innenministeriums. Viele andere Strände sind ebenfalls gesperrt für das kubanische Volk. So ist zum Beispiel der Strand von Jibacoa nur für französische Touristen zugelassen, andere Strände sind reserviert für Sowjetbürger oder Kanadier.

Eine Justiz, die für alle gleichermaßen gerecht ist, gibt es in Kuba nicht. Ein Beispiel dafür ist der international bekannte Boxer José Gomez. Eines Tages fuhr er in betrunkenem Zustand und ohne Führerschein mit seinem Auto. Er verursachte einen Unfall, bei dem ein junger Mann getötet und mehrere Personen verletzt wurden. Seine Berühmtheit ersparte ihm das Gefängnis.

Die neue Klasse besitzt neue Autos, ihre Mitglieder residieren in den beschlagnahmten Besitztümern der in den Westen geflohenen Bourgeoisie; sie dürfen auch ins Ausland reisen. Die Vorsitzenden der Partei, der Regierung und der Armee sowie deren Familien erfreuen sich eines Lebensstandards, der dem kubanischen Volk völlig unbekannt ist; sie haben Fernseher, Tonbandgeräte, luxuriöse Kleidung, und, wenn sie krank sind, können sie sich ausländische Medikamente kaufen.

Die sowjetische Präsenz

Nachdem im Jahr 1970 die „Ernte von 10 Millionen Tonnen Zucker“ fehlgeschlagen war, kam eine hohe sowjetische Kommission nach Kuba. Seitdem wird jede wichtige Aktivität der Insel von sowjetischen Funktionären überwacht. Nachdem ich im Gefängnis einen kubanischen Funktionär getroffen hatte, der in der Antillana de acero (Stahlwerke) gearbeitet hatte, wußte ich, daß dieses Unternehmen, eine der größten Gießereien des Landes, unter sowjetische Aufsicht gestellt worden war und daß alle wichtigen Entscheidungen von der Sowjetunion gefällt wurden. Das gilt auch für alle anderen wirtschaftlichen Gebiete Kubas.

Darüber hinaus beschränkt sich aber die sowjetische Intervention nicht nur auf wirtschaftliche Gebiete. Im Gefängnis von Guanajay habe ich einmal den Besuch einer Gruppe sowjetischer Spezialisten für den Bau von Gefängnissen erlebt. Bei dieser Gelegenheit sangen alle politischen Gefangenen im Chor: „Sowjetrussen raus!“ Das Ergebnis waren strenge Prügelstrafen. Im Gefängnis nennt man diese Episode den „Schwarzen September“.

Vor zweieinhalb Jahren gab es zwischen 24 000 und 30 000 Sowjetrussen in Kuba. Das kubanische Militär hat keinen Zutritt zu ihren Stützpunkten, sie bilden daher einen Staat innerhalb des kubanischen Staates. Die Sowjets üben eine vollständige Kontrolle über die gesamten Einrichtungen, die Bewaffnung und die Transportmittel aus. Als müßten sie im Falle einer Revolution das letzte regierungsfreundliche Bollwerk bilden.

Im August 1962, nach einem Aufstand, der niedergeschlagen wurde und an dem sich die Infanterie, die Marine und die Luftwaffe, von Castro beteiligt hatten, wurden 460 Kubaner erschossen. Diese Verschwörung ist in den Gefängnissen von Kuba wohlbekannt, und noch heute gibt es Gefangene, die in die Affäre verwickelt waren.

Nach diesem tollkühnen Putschversuch des Militärs gegen die Regierung gründete Castro drei Armeen, die jeweils voneinander unabhängig waren, die Armeen des Westens, der Mitte und des Ostens. Völlig autonom verfügt jede Armee über eine eigene Verwaltung und eigene Versorgungslinien. Jeglicher Kontakt dieser Armeen untereinander bedeutet eine konspirative Aktivität.

Während meiner Haft erfuhr ich, daß die Vereinigten Staaten Castro beschuldigt hatten, Truppen nach Zaire geschickt zu haben, eine Beschuldigung, die das kubanische Regime kategorisch geleugnet hat. Einer meiner Wächter, Mariano Corrales, Sergeant und Mitglied der Kommunistischen Partei, war im Rahmen einer Spezialeinheit des Innenministeriums nach Angola geschickt worden. Corrales erzählte mir in allen Einzelheiten, wie sein Bataillon den Auftrag bekommen hatte, Zaire zu überfallen, und wie sie bei einem Zusammenstoß mit belgischen und französischen Truppen siebzig Landsleute verloren hatten. Eine Woche vor meiner Abreise aus Kuba wurde ich in das Hauptquartier der politischen Polizei überführt, wo mich Dr. Alvarez Cambra erwartete, der für meine Wiederherstellungstherapie verantwortlich war. Er war außerdem Autor von Veröffentlichungen in der Zeitschrift Interviú, in denen er behauptet hatte, daß ich von den besten kubanischen Spezialisten untersucht worden war, die die Diagnose „Polyneuropathie durch Mangelerscheinungen“ erstellt hatten.

Ich wurde anschließend in die Sportabteilung gebracht. Dr. Alvarez Cambra erklärte mir, daß ich in kürzester Zeit meine Gehfähigkeit wiedererlangen würde, da man mein Kleinhirn wieder funktionsfähig machen wolle. Während einer Woche intensiver Wiederherstellung ließ man mich Treppen hinauf- und hinuntersteigen, man machte Gymnastik mit mir und ließ mich bei praller Sonne durch das Stadion laufen. Eine Stunde vor meinem Abflug lief ich eine Runde unter den aufmerksamen Augen der politischen Offiziere. Sie konnten mich jetzt der gesamten Welt vorstellen. Zwei Stunden später nahm ich das Flugzeug nach Paris. Die große Aufmerksamkeit, die die kubanische Regierung diesem Vorfall widmete, dauerte in der Tat nur wenige Stunden, nämlich genau bis zu dem Augenblick, in dem ich erklärte, daß ich keinen Rollstuhl mehr benötigte, da man mich entsprechend behandelt hatte.

Die Tatsache, daß sie an meiner Befreiung einen gewissen Anteil gehabt hatten, wurde von politischen Kreisen ausgenutzt. So konnte auch Georges Marchais einige Tage nach meiner Befreiung erklären, daß er Castro um meine Freilassung gebeten hatte, und er sprach in den wärmsten Tönen von mir. Im übrigen hat auch Gabriel García Marquez erklärt, daß er zu meinen Gunsten bei Castro interveniert hatte.

Aber Havanna hatte die Zukunft schlecht vorausgesehen: Die Regierung dachte, ich würde mich in die kubanische Gemeinde von Miami eingliedern und mich den traditionellen Anti-Castro-Bewegungen anschließen.

Haß macht blind: Ich habe es jenen zu verdanken, die mich und die anderen Kranken 1979 nicht freigelassen hatten, daß mein Fall und die wirkliche Situation in Kuba fast in der ganzen Welt bekannt wurden. Paradoxerweise wurden die Offiziere der politischen Partei zu Anführern der internationalen Meinungskampagne zu meinen Gunsten, sie wurden zu meinen besten und nützlichsten Werbemanagern und literarischen Agenten.

Seit Dezember habe ich mehrere anonyme Drohungen erhalten, die mich jedoch nicht eine Sekunde lang davon abgehalten haben, die Schrecken des kubanischen Regimes aufzudecken. In Paris tauchte vor einiger Zeit ein Mann auf, der sich als Angehöriger der kubanischen Botschaft ausgab. Er wollte mich durch die Veröffentlichung „gewisser Dokumente“ erpressen, falls ich nicht meine – wie er es nannte – „konterrevolutionären Aktivitäten“ aufgeben würde. Meine Antwort ließ ihn den Telephonhörer aufknallen. Ich erhielt danach einen anderen anonymen Anruf, bei dem mir mitgeteilt wurde, man würde einen Film veröffentlichen, der mich bei meinen Übungen zeige. Schließlich gibt es noch den Brief von Fidel Castro an Georges Marchais, in dem er mich einen Mörder nennt und ankündigt, daß er die Beweise nachliefern werde.

Wenn ich ein Mörder gewesen wäre, dann hätte Castro mich im Jahr 1959 erschießen oder einkerkern lassen. Castro ist nichts weniger als ein Lügner, der das kubanische Volk getäuscht hat, indem er ihm Freiheit und Gerechtigkeit versprach. Als er am 17. April 1959 mit einem Kreuz um den Hals aus den Bergen kam, erklärte er der Gesellschaft der amerikanischen Zeitungsverleger, er sei kein Kommunist. Welch ein Komödiant! Öffentlich habe ich gewettet, daß der Tyrann Castro seine sogenannten Beweise nicht zeigen werde, mitdenen er etwas über mich enthüllen wollte. Ich fürchte den Ausgang dieser Wette nicht, denn ichhabe nichts zu verbergen. Deshalb war es mir auch egal, ob ich überwacht oder gefilmt wurde – ich war im übrigen immer überzeugt davon, daß es sich so verhielt. Ich fürchte nicht die Verleumdungen und Diffamierungen der Ketzer und der Prediger des Hasses, der Gewalt und der Lüge, und, da ich ein guter Christ bin, fürchte ich mich auch nicht davor, durch die Hand eines Mörders zu sterben.

Das kubanische Volk bekommt allmählich ein anderes Bewußtsein. Tausende von Arbeitern haben sich einer unabhängigen Gewerkschaftsbewegung angeschlossen. Kürzlich wurden fünf Gewerkschafter zum Tode verurteilt, aber da es unsgelungen war, die Meinung der Weltöffentlichkeit zu mobilisieren, wurden sie gerettet. Im Augenblick ist Kuba ein monströser Schauplatz für Unterdrückung und für zahlreiche Verhaftungen. Dutzende von Arbeitern wurden eingesperrt, und elf Bauern riskierten ihre Verurteilung zum Tode, als sie ihre Ernteerträge verbrannten, anstatt sie zu einem lächerlichen Preis an die Regierung zu verkaufen.

Mehrere Hunderte meiner Landsleute werden heute noch in politischen Gefängnissen gefangengehalten, weil sie sich einer „politischen Rehabilitation“ widersetzen. Seit Jahren leben diese Menschen in engen Zellen, in denen Fenster und Türen zugemauert sind, halbnackt, ohne Besuch,Post oder medizinische Versorgung zu erhalten und ohne jemals das Sonnenlicht zu sehen.

Ihr Gesundheitszustand ist alarmierend, besonders bei Juan Gonzalez, Orlando Garcia Plasencia, Eugenio Silva und bei den Schriftstellern Ernesto Diaz Rodriguez, Roberto Martin Perez und Jorge Walls Arango. amnesty international, die Liga für Menschenrechte, die Kommission für Menschenrechte der USA und zahlreiche Intellektuelle auf der ganzen Welt haben auf diese Situation hingewiesen.

Mehrere kubanische Intellektuelle, die jahrelang in Gefängnissen oder Konzentrationslagern gelebt haben, sind Opfer von Repressalien geworden. So beispielsweise der ehemalige Diplomat und Dichter Andrès Vargas Gomez – Enkel des Generals Maximo Gomez, Gründer der kubanischen Unabhängigkeit –, der schwerkrank aus dem Gefängnis entlassen wurde und seitdem unentwegt bedroht und überwacht wird und der jetzt von der Regierung zu hören bekam, daß er niemals die Erlaubnis erhalten würde, das Land zu verlassen. Der Dichter Angel Cuadra, die Sozialisten Ricardo Bofill, Soziologe, und Enrique Hernandez, Mathematiker, der Soziologe Adolfo Rivero und viele andere sind in der gleichen Lage. Das Castro-Regime, das augenblicklich von einer tiefen wirtschaftlichen Krise geschüttelt wird, erdrückt das Volk mit der ganzen Gewalt seiner politischen Polizei.

Jahrelang hat die kubanische Regierung versucht, ihren wahren repressiven Charakter zu verbergen, indem sie ihre Opfer mundtot gemacht und ihre Toten im Verborgenen verscharrt hat. Jetzt, nachdem mehr als ein Vierteljahrhundert seit der Einführung des Kommunismus auf Kuba vergangen ist, kann sich niemand mehr, um solche Verbrechen zu entschuldigen, auf die Unreife der politischen Bewegung herausreden. Keine Philosophie, keine Weltanschauung kann rechtfertigen, daß das Castro-Regime ungestraft tötet und mordet.

Aus dem Französischen von Ann Schröer

© New York Times

Nachbemerkung der Redaktion Der Genauigkeit halber muß erwähnt werden, daß Valladares, der sich in der Haft und im Gefängniskrankenhaus nur unzulänglich informieren konnte, nicht in allen Punkten seiner Kritik des heutigen Kuba recht hat. Sonntagsarbeit ist, anders als Valladares meint, keineswegs die Regel. Bei den drei Armeen, die er erwähnt, handelt es sich um territoriale Einteilungen, die durchaus Kontakt untereinander haben. – Zur Erläuterung: Das Verteidigungskomitee, das die Familien der politischen Gefangenen überwacht, funktioniert nach Art des NS-Blockwart-Systems zur Nachbarschaftskontrolle. Das in Frankreich erschienene Buch, von dem Valladares spricht, schrieb er heimlich während der Gefangenschaft und schmuggelte es nach draußen.