Gehört zur Gattung der Nashornvögel. Höhlenbrüter mit ungewöhnlich langer Nist- und Brutzeit – bis zu vier Jahrzehnten. Ohne Raub- und Kampfinstinkte, die auch beim Männchen kaum ausgeprägt sind. Läßt sich ohne Scheu von Familienangehörigen ernähren. In zoologischen Gärten viel bewundert ob seiner in Perlmuttfarben schillernden Fiederung, die streng gegliedert wirkt oder, wie es in diversen laienhaften Untersuchungen heißt, „rhythmisiert“. Der Vogel ist scheu, aber zahm – so daß er inzwischen zur Ausstattung großangelegter Villengarten der vornehmen Vororte deutscher Städte gehört, deren Besitzer ihr Exemplar gern und oft Preisrichterkollegien zur Verleihung von allerlei Ehrentiteln und Medaillen vorführen. Die meisten Preise heimste ein Frankfurter Reihenhausbesitzer ein, dessen Exemplar seine einst rosa Fiederung in eine Farbe verändert hat, deren Unbestimmbarkeit die Modebranche dazu brachte, sie „amère“ zu nennen. Das Tier ist außer zu Preisverleihungen nicht bereit, seinen Nistplatz zu verlassen; der Besitzer hat in zwölf Jahren nur zwei Küken erlebt, die kurz nach dem Ausschlüpfen und der frohgemuten Anzeige im „Börsenblatt für den deutschen Nashornvögel-Versand“ an Blutarmut starben.